Injektionsnadeln sind vor einem Biontech-Logo zu sehen | Bildquelle: REUTERS

Biontechs Corona-Vakzin Impfstoff-Entscheidung bis Jahresende

Stand: 01.12.2020 15:08 Uhr

Wann kommt der Corona-Impfstoff? Die EU will noch in diesem Jahr über eine Zulassung des Biontech/Pfizer-Wirkstoffs entscheiden. Nach Angaben der Hersteller ist eine Auslieferung des Impfstoffs innerhalb weniger Stunden möglich.

Spätestens am 29. Dezember will die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA über die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer entscheiden. Bis dahin soll beurteilt werden, ob genügend Daten zur Verträglichkeit und Wirksamkeit vorliegen.

Über die Zulassung des Impfstoffs von US-Hersteller Moderna werde möglicherweise am 12. Januar entschieden, teilte die EMA mit. Es habe bereits eine Überprüfung begonnen, die sich auf Labordaten stütze, die das Unternehmen zuvor eingereicht habe.

Biontec beantragt EU-Zulassung von Corona-Impfstoff: Vorbereitungen auf Impfkampagne laufen
tagesschau 20:00 Uhr, 01.12.2020, Claudia Kornmeierm, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Biontech: Auslieferung innerhalb weniger Stunden möglich

Zuvor hatten das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer bekanntgegeben, dass sie am Montag bei der EMA eine beschleunigte bedingte Zulassung ihres Impfstoffs beantragt hätten. Die beteiligten Firmen sprachen von einem "Meilenstein" in ihren Forschungen.

Im Falle einer Zulassung könne die Verabreichung des Impfstoffs BNT162b2 vor dem Jahresende beginnen, teilte Biontech mit. Eine Auslieferung des Impfstoffes sei "innerhalb von wenigen Stunden" möglich, teilte Biontech bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Forschungsministerin Anja Karliczek mit. "Wir haben auf Halde produziert und alles, was da ist, kann innerhalb von wenigen Stunden dann wirklich verteilt werden", sagte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting. Man sei gut auf diese Verteilung vorbereitet.

Der Impfstoff werde in Boxen geliefert und könne in diesen mit Trockeneis bis zu 30 Tage im jeweiligen Impfzentrum gekühlt werden oder bis zu fünf Tage in einem handelsüblichen Kühlschrank. Gefrierschränke würden erst wichtig, wenn es um eine längere Lagerung gehe.

Wirksamkeit von 95 Prozent

Im November hatten Biontech und Pfizer berichtet, dass ihr Impfstoff in klinischen Studien mit 44.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Wirksamkeit von 95 Prozent gehabt habe. Bei älteren Menschen, für die das Virus besonders gefährlich ist, habe die Erfolgsrate mehr als 94 Prozent betragen. Schwere Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten.

Bundesforschungsministerin Karliczek sagte, beim Genehmigungsprozess von Corona-Impfstoffen würden die gleichen Sicherheitsstandards angewandt wie bei anderen Medikamenten. Bei der US-Medikamentenbehörde FDA und der britischen Aufsicht MHRA haben Biontech und Pfizer bereits eine Notfallzulassung beantragt.

EMA genehmigt für alle EU-Staaten

Die EMA genehmigt Impfstoffe und Medikamente für alle EU-Mitgliedsstaaten zugleich. Die EU-Kommission hatte mit den beiden Unternehmen bereits einen Lieferumfang von 200 Millionen Dosen sowie eine Option auf weitere 100 Millionen Dosen vereinbart, sobald eine Genehmigung vorliegt.

Die Mainzer Pharmafirma Biontech (gegründet 2008) war vor der Corona-Pandemie weitgehend unbekannt. Die rund 1500 Beschäftigten des Unternehmens forschten an neuen Immuntherapien für Krebspatienten auf Basis der sogenannten mRNA-Technologie.

Dabei wird der genetische Bauplan für modifizierte Virus-Bestandteile in den Körper injiziert. Zellen nehmen diese Erbinformation auf und produzieren daraus harmlose Erregerteile, worauf das Immunsystem reagiert. Es speichert die Immunantwort ab, die später gegen eine echte Infektion schützt. Auf diese Technologie setzte Biontech auch bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Dezember 2020 um 15:00 Uhr.

Darstellung: