Desinefktion an Bord einer Boeing | Bildquelle: REUTERS

Corona-Krise Boeing fordert Staatshilfe

Stand: 18.03.2020 08:15 Uhr

Der US-Flugzeugbauer Boeing braucht dringend Geld: Wegen der Ausfälle durch die Coronavirus-Epidemie fordert er von der Regierung ein Hilfspaket im zweistelligen Milliardenbereich für die Luftfahrtindustrie.

Der US-amerikanische Boeing-Konzern fordert angesichts der Corona-Krise staatliche Hilfen von mindestens 60 Milliarden Dollar (54 Milliarden Euro). Sie sollen der gesamten US-Flugzeugindustrie zugute kommen. Außerdem sollen Darlehensgarantien die Liquidität von Boeing und seiner Zulieferer sicherstellen.

Puffer für die Krise

In dem Appell an US-Präsident Donald Trump und den Kongress heißt es, die Hilfen würden gebraucht, bis die durch die Krise eingebrochenen Passagierzahlen in der Luftfahrt wieder ihr normales Niveau erreicht hätten.

Zuvor hat der angeschlagene Konzern eine 13,8 Milliarden Dollar (12,5 Mrd Euro) schwere Kreditlinie vollständig ausgeschöpft. Das gab das Unternehmen nach US-Börsenschluss in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC bekannt und bestätigte damit Medienberichte.

"Wie müssen Boeing schützen"

Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Kreise berichtete, habe US-Präsident Trump habe bereits Unterstützung versprochen und gesagt: "Wir müssen Boeing schützen, wir müssen Boeing helfen".

Boeing steht nicht nur wegen der Coronakrise unter Druck, sondern auch wegen der nach wie vor gültigen Flugverboten seines Verkaufsschlagers 737 Max wegen zweier Abstürze mit insgesamt 346 Toten.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 18. März 2020 um 04:00 Uhr.

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