Audi e-tron

Audi stellt Elektroauto vor Der e-tron soll Tesla jagen

Stand: 18.09.2018 09:04 Uhr

Audi hat sein erstes rein elektrisch fahrendes Auto e-tron vorgestellt. Nicht etwa am Firmensitz in Ingolstadt, sondern in direkter Nachbarschaft zum Firmensitz von Tesla. Eine wenig subtile Kampfansage.

Der Name verrät es schon: Der e-tron ist das erste rein elektrische Serienmodell, das Audi je produziert hat. Der e-tron ist ein SUV - allerdings mit Eigenschaften, die einem Sportwagen durchaus Konkurrenz machen können. So beschleunigt das Batterie-SUV von Audi binnen weniger als sechs Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde.

Im Gegensatz zum jüngst vorgestellten Mercedes EQC verspricht der Audi e-tron modernste Batterie- und Ladetechnik. Die Batteriekapazität des e-tron liegt bei 95 Kilowattstunden (EQC: 80 kWh).

Audi-US-Chef Scott Keogh präsentiert den neuen Elektro-SUV e-tron | Bildquelle: REUTERS
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Audi-US-Chef Scott Keogh präsentiert den neuen Elektro-SUV e-tron

Hohe Batterieleistung

Und wenn der Strom mal nicht reicht, kann man den e-tron an einer Schnellladesäule mit bis zu 150 kW in knapp einer halben Stunde volltanken.

Zu Hause ist ein dreiphasiges Wechselstrom-Ladegerät mit 11 kW serienmäßig. Über Nacht ist die Batterie also voll. Beim EQC dagegen liegt die Wechselstrom-Ladeleistung nur bei 7,2 kW. Das ist zu wenig, um über Nacht eine Vollladung zu garantieren.

Wer braucht schon Außenspiegel?

Eine Besonderheit sind auch die auf den ersten Blick winzigen Außenspiegel. Dahinter verbergen sich serienmäßig Kameras, die den Verkehr beobachten. Der Fahrer sieht auf Displays im Innenraum, was um ihn herum passiert.

Billig ist der ganze Spaß allerdings nicht: Mindestens 80.000 Euro müssen Kunden für einen e-tron auf den Tisch legen.

Auslieferung ab Ende 2018

Der e-tron ist definitiv eine Kampfansage an den EQC, vor allem aber an Tesla. Es dürfte spannend werden, ob ein etablierter Autohersteller "der alten Schule" wie Audi Tesla auf seinem angestammten Revier etwas entgegenzusetzen hat.

Bald wissen wir mehr. Denn schon Ende 2018 soll die Auslieferung des e-tron starten. Bereits hier macht sich der Unterschied zwischen dem Newcomer Tesla und einem etablierten Autohersteller bemerkbar: Zwischen Präsentation und Auslieferung vergehen nur wenige Monate.

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Tesla in der "Auslieferungshölle"

Auch eine "Auslieferungshölle", wie sie Tesla-Chef Elon Musk erlebt, dürfte den Audi-Managern aufgrund ihrer Erfahrung aller Voraussicht nach erspart bleiben.

Der Tesla-Chef hatte erst am Montag getwittert: "Sorry, wir sind von der Produktionshölle in die Auslieferungs-Logistik-Hölle geraten." Die Firma von Elon Musk kommt nämlich mit der Übergabe der gebauten Fahrzeuge nicht mehr hinterher.

Zuletzt hatte Elon Musk bei zahlreichen Gelegenheiten den Eindruck eines überforderten und gesundheitlich angeschlagenen Managers erweckt.

ag

Quelle: boerse.ard.de

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 18. September 2018 um 16:51 Uhr.

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