BMW-Logo | Bildquelle: AFP

Zahlen für drittes Quartal BMW-Gewinn steigt dank Absatz in China

Stand: 04.11.2020 08:30 Uhr

Gut, und auch noch besser als gedacht sind die Zahlen, die der Münchener Autobauer am Morgen präsentierte. Dank anziehender Nachfrage aus China konnte das Nettoergebnis im dritten Quartal deutlich gesteigert werden.

Der Dax-Konzern hat im dritten Quartal wie auch andere Autobauer nach dem Corona-Schock im Frühjahr wieder Boden gut gemacht. Unter dem Strich verdiente BMW mit 1,82 Milliarden Euro deutlich mehr als im Vorjahr, als 1,55 Milliarden in der Kasse geblieben waren. Analysten hatten eher mit einem Nettoergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet.

CO2-Guthaben verkauft

Dank guter Geschäfte in China stieg das Konzernergebnis vor Steuern um nahezu zehn Prozent auf 2,46 Milliarden Euro. Der weltgrößte Automarkt hat sich deutlich stärker erholt als die Märkte in anderen Weltregionen. Das Gewinnplus resultierte aber auch aus dem Verkauf von CO2-Guthaben an andere Autobauer, die damit ihre Emissionswerte für das Erreichen der Klimaziele ausgleichen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag zwischen Juli und Ende September bei gut 1,92 Milliarden Euro und damit knapp 16 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Damit traf BMW die Analystenerwartungen. Im zweiten Quartal hatte BMW hier ein deutliches Minus verzeichnet. Die wichtige Kernsparte mit dem Automobilbau verzeichnete eine operative Rendite von 6,7 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet.

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Der Gesamtumsatz fiel um 1,4 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro. Damit lag BMW einen Hauch unter den durchschnittlichen Analystenprognosen.

Kosten gesenkt, Investitionen gekürzt

Das Unternehmen hatte bereits mitgeteilt, dass es die Kosten gesenkt und Investitionsausgaben gekürzt hatte. Unter dem Strich verdiente BMW 1,82 Milliarden Euro und damit sogar gut 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die gute Entwicklung in China habe über die Beteiligung am dortigen Gemeinschaftsunternehmen zum Gewinnanstieg beigetragen, hieß es.

Seinen Ausblick bestätigte BMW. Danach soll das Konzernergebnis vor Steuern im laufenden Jahr deutlich zurückgehen, also um mehr als zehn Prozent schrumpfen. Die Umsatzrendite (Ebit-Marge) im Autogeschäft werde von 4,9 Prozent im vergangenen Jahr auf null bis drei Prozent zurückgehen.

Die Aktie reagierte im frühen Handel mit leichten Abschlägen auf die Zahlen. Allerdings ist der Gesamtmarkt durch den unklaren Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen belastet.

AB

Quelle: boerse.ard.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. November 2020 um 14:00 Uhr.

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