Industrie 4.0

Deutsche Industrie Erneut mehr Aufträge

Stand: 04.09.2020 11:58 Uhr

Für die Industrie in Deutschland geht es steil aufwärts - ganz vorne mit dabei die Autoindustrie. Allerdings bleibt die Auftragslage noch weit unter dem Vorkrisenniveau.

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im Juli den dritten Monat in Folge gefüllt. Die Bestellungen wuchsen um 2,8 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten allerdings mit einem größeren Plus von 5,0 Prozent gerechnet.

"Nach der ersten Belebung im Mai und der starken Erholung im Juni hat sich der Aufholprozess der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli verlangsamt", betonte das Ministerium. "Er dürfte sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen."

Allerdings folgt der jüngste Anstieg auf einen sehr starken Zuwachs im Juni, der mit 28,8 Prozent sogar noch etwas kräftiger ausfiel als bisher bekannt ( 27,9 Prozent).

Automobilindustrie mit deutlichen Zuwächsen

In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg der Auftragseingang von Juni bis Juli besonders "deutlich" um 8,5 Prozent. Er lag demnach nur noch um 2,4 Prozent niedriger als im Februar.

Über alle Branchen sanken die Aufträge aus Deutschland im Juli um 10,2 Prozent, die aus dem Ausland wuchsen hingegen um 14,4 Prozent. Dabei legten die Bestellungen aus der Euro-Zone um 7,3 Prozent zu, die aus dem restlichen Ausland um 19,2 Prozent

Vor Corona war es besser

Trotz der Aufholjagd liegen die Bestellungen immer noch unter dem Vorkrisenniveau: Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, ist der Auftragseingang noch um 8,2 Prozent niedriger. Zum Vorjahresmonat sanken die Bestellungen im Juli um 7,3 Prozent.

ME/dpa/rtr

Quelle: boerse.ard.de

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 04. September 2020 um 09:38 Uhr.

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