Bürger mit Einkaufstüten | Bildquelle: dpa

GfK-Konsumklimaindex Verbraucher bleiben recht zuversichtlich

Stand: 28.05.2019 11:41 Uhr

Nicht ganz auf der Höhe des Vormonats, aber fast: Die deutschen Konsumenten sind aktuell weiter in einer guten Konsumstimmung, wie die GfK für den Monat Juni ermittelt hat. Allerdings sitzt das Geld nicht mehr ganz so locker.

Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist annähernd auf dem Niveau des Vormonats und liegt für den aktuellen Erhebungsmonat Juni bei 10,1 Punkten und damit 0,1 Zähler unter dem Mai-Wert. Dies auf einem ordentlichen Level dennoch der tiefste Stand seit gut zwei Jahren, wie die GfK-Marktforscher am Dienstag zu ihrer monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilten.

Eigene Finanzlage gut...

Die deutschen Konsumenten schätzen dabei ihre künftige Finanzlage etwas besser ein als zuvor. Die Einkommenserwartungen zeigten eine überaus große Stabilität auf einem ohnehin schon sehr hohen Niveau, so GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. Der Indikator stieg um 0,9 Punkte auf 57,7 Punkte. Gründe seien die gute Lage am Arbeitsmarkt, die "signifikanten" Rentenerhöhungen im Juli und die im Schnitt über der Inflationsrate liegenden Tarifabschlüsse, betonte der Fachmann.

Aber: Ihnen sitzt das Geld für größere Einkäufe nicht mehr ganz so locker wie bisher. "Die Konsumlaune der Verbraucher ist aber nach wie vor ungebrochen", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. "Dies ist angesichts der generellen gesamtwirtschaftlichen Verunsicherung eine überaus positive Nachricht."

...Konjunkturerwartungen bröckeln

Kleiner Ballast in der Umfrage: Die Konjunkturerwartung der Befragten zeigt weiter abwärts: "Gerade für die Exportnation Deutschland sind anhaltende Handelskonflikte eine Bedrohung. Dies gilt in ähnlicher Weise für eine konjunkturelle Schwächephase auf den Exportmärkten."

Die GfK geht davon aus, dass die privaten Konsumausgaben dieses Jahr real um etwa 1,5 Prozent zunehmen werden. Die Binnennachfrage bleibe eine wichtige Stütze der Konjunktur. "Damit das auch künftig so bleibt, ist es notwendig, dass die Verunsicherung durch den Handelsstreit mit den USA und die Diskussionen um den Brexit nicht weiter zunehmen", so Bürkl.

AB

Quelle: boerse.ard.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. Mai 2019 um 11:30 Uhr.

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