Lufthansa Maschinen im Hangar

Drittes Quartal Lufthansa macht 1,3 Milliarden Verlust

Stand: 20.10.2020 17:33 Uhr

Minus 1,3 Milliarden Euro in einem Quartal - und dennoch legt die Lufthansa-Aktie leicht zu. Der Trend bei der Airline zeigt inmitten der Corona-Krise immerhin leicht aufwärts. Doch das Unternehmen stellt Anleger und Beobachter auf weitere harte Monate ein.

Der MDax-Titel legte nach Bekanntwerden der Zahlen zunächst rund zwei Prozent zu. Analysten und Anleger hatten nach einem desaströsen zweiten Quartal offenbar auch einen noch herberen Verlust im dritten Quartal befürchtet.

Die von der Corona-Krise schwer getroffene Airline hat von Juli bis September nach eigenen Angaben vom Dienstag ein Minus von knapp 1,3 Milliarden Euro vor Steuern verschmerzen müssen. Wegen der Ausweitung des Flugplans in den Sommermonaten Juli und August und "erheblicher" Kostensenkungen fielen die Verluste demnach aber geringer aus als im zweiten Quartal.

4,2 Milliarden Miese seit Jahresbeginn

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte die Lufthansa noch einen Gewinn von fast 1,3 Milliarden Euro vor Steuern verzeichnet. In diesem Jahr führten die weltweiten Reiseeinschränkungen infolge der Pandemie jedoch zu einem massiven Einbruch der Fluggastzahlen. Dies führte nach Unternehmensangaben in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt zu einem Vorsteuerverlust von rund 4,2 Milliarden Euro.

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Ende September standen dem Konzern demnach noch Mittel in Höhe von 10,1 Milliarden Euro zur Verfügung; darin sind auch die noch nicht abgerufenen Gelder aus dem Hilfspaket der Bundesregierung enthalten.

"Keine grundlegende Besserung"

Zugleich warnte die Lufthansa vor schwierigen Wintermonaten, in denen die Nachfrage wegen der Pandemie niedrig bleiben werde. So erwartet das Unternehmen auch im letzten Jahresquartal keine grundlegende Besserung. Die Airlines des Konzerns werden danach nur etwa 25 Prozent der Vorjahreskapaziät anbieten.

Deutschland, Österreich, Belgien und die Schweiz leisten der Lufthansa zusammen neun Milliarden Euro Finanzhilfe. Ende September beliefen sich die liquiden Mittel auf 10,1 Milliarden Euro, wie die Lufthansa weiter mitteilte.

AB

Quelle: boerse.ard.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Oktober 2020 um 17:00 Uhr.

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