Herbert Diess, Volkswagen

Jahreshauptversammlung VW rechnet mit positivem Jahresergebnis

Stand: 30.09.2020 11:40 Uhr

Nach den massiven Absatzrückgängen im ersten Halbjahr sieht VW-Chef Herbert Diess wieder Licht am Ende des Tunnels. Auf der virtuellen Hauptversammlung des Autobauers zeigte er sich zuversichtlich, dass die Wolfsburger 2020 wieder in die schwarzen Zahlen fahren.

Im September rechnet der Konzern mit Auftragseingängen und Auslieferungen über dem Vorjahresniveau, verkündete Diess bei seiner virtuellen Rede vor den Aktionären. Er erwartet auch für den weiteren Jahresverlauf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Dementsprechend bestätige VW sein Ziel, "in der Summe aller Geschäftsteile profitabel zu bleiben und ein positives operatives Ergebnis in 2020 zu erzielen". Allerdings seien alle mittel- und langfristigen Prognosen weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten verbunden und hingen vom weiteren Verlauf der Pandemie ab, ergänzte Diess.

Deutlicher Ergebnis- und Umsatzrückgang erwartet

Wie hoch das Ergebnis ausfallen werde, sagte Diess nicht. Das Management geht von einem "gravierenden Ergebnisrückgang" im Vergleich zum Vorjahr aus. Zudem erwarten die Wolfsburger für das Gesamtjahr einen Umsatz deutlich unter dem Niveau von 2019.

ARD-Börse: VW – zwischen Dieselskandal und E-Mobilität

30.09.2020 16:01 Uhr

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Im ersten Halbjahr war Volkswagen wegen des durch die Pandemie erzwungenen Produktionsstillstands tief in die roten Zahlen gefahren. Unter dem Strich stand ein Verlust von etwas mehr als einer Milliarden Euro - nach einem Gewinn von rund 7,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Dividende bleibt unverändert

Die VW-Aktionäre sollen - wie im Jahr davor - 4,80 Euro je Stamm- und 4,86 je Vorzugsaktie erhalten. Den Vorschlag, für das Rekordjahr 2019 eine deutlich höhere Dividende auszuschütten, hatte der Konzern wegen der Folgen der Corona-Krise zurückgenommen. Diess betonte in seiner Rede vor den Anteilseignern, der Verzicht auf die Erhöhung beruhe nicht auf einem Mangel an finanzieller Robustheit des Konzerns, sondern berücksichtige die massiven Auswirkungen, die die Pandemie für das Unternehmen mit sich bringe.

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"Corona beschleunigt Umbau von VW"

Trotz der Corona-Belastungen hält VW an seinen massiven Zukunftsinvestitionen fest. Wie bekannt sollen 33 Milliarden Euro bis 2024 in den Ausbau der E-Mobilität fließen. VW will Marktführer bei batterie-elektrischen Fahrzeugen werden. Das Thema Digitalisierung ist für VW ebenfalls von hoher Bedeutung: Allein 14 Milliarden Euro fließen den Angaben zufolge bis 2024 in den Aufbau der IT-Kompetenz und das autonome Fahren. "Der Umbau des Unternehmens wird von Corona nicht gebremst, sondern beschleunigt", erklärte Konzernchef Diess.

nb

Quelle: boerse.ard.de
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