Containerschiffe im Hamburger Hafen  | Bildquelle: dpa

Perspektive für deutsche Wirtschaft Bundesbank senkt Wachstumsprognose

Stand: 15.06.2018 10:29 Uhr

Der Handelsstreit mit den USA wird sich nach Ansicht der Bundesbank auch auf die Konjunktur niederschlagen: Die Ökonomen erwarten für 2018 nur noch ein Wachstum von 2,0 Prozent. Der Trend bleibt aber positiv.

Die Phase der Hochkonjunktur dauert an, in diesem Jahr rechnet die Bundesbank aber dennoch mit etwas weniger Wachstum als ursprünglich vorhergesagt. Laut den neuesten Berechnungen wird das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr kalenderbereinigt um 2,0 Prozent wachsen, wie die Notenbank mitteilte. Bei ihrer letzten Halbjahres-Prognose hatten die Ökonomen noch einen Zuwachs von 2,5 Prozent erwartet.

Fiskalpolitik kann nicht genug gegensteuern

"Die Unsicherheiten für den Ausblick sind erheblich höher einzustufen als zuvor", erklärte Notenbank-Präsident Jens Weidmann. Der Handelsstreit mit den USA hatte zuletzt viele Unternehmen verunsichert. Die Gefahren für die Exportwirtschaft beeinflussen die Lage demnach mittlerweile stärker als die zu erwartenden Effekte der Fiskalpolitik des Staates, der durch Steuerpolitik und Investitionen Impulse setzt, um etwaige konjunkturelle Schwankungen auszugleichen.

Insgesamt rechnet die Bundesbank aber noch mit einer guten Konjunktur. Die bereits hohe Auslastung der Wirtschaft ziehe bis 2020 weiter an. Für nächstes Jahr wird nun ein Wachstum von 1,9 (bisher: 1,7) Prozent und für 2020 von 1,6 (1,5) Prozent erwartet. Zusammengenommen ergebe sich das Bild einer andauernden Hochkonjunkturphase mit kräftigen Lohnzuwächsen und in einer stärkeren Binneninflation, erklärte Weidmann.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Juni 2018 um 13:36 Uhr.

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