Ein Mini Cabrio des Carsharing-Unternehmens DriveNow steht am Straßenrand. | Bildquelle: dpa

Nutzerzahlen steigen 40 neue Carsharing-Kunden pro Stunde

Stand: 20.02.2019 13:47 Uhr

Der Carsharing-Boom ist ungebrochen: Im vergangenen Jahr nutzen rund 2,5 Millionen Kunden die Anbieter - 350.000 mehr als 2017. Mehr als die Hälfte davon nutzen Autos ohne feste Abholstation.

Das Carsharing boomt in Deutschland: 2,46 Millionen Kunden waren im vergangenen Jahr bei Carsharing-Anbietern registriert wie der Carsharing-Verband BCS mitteilte. Das sind 350.000 mehr als 2017.

Das stationsbasierte Carsharing in 740 Orten legte um 21,5 Prozent auf 650.000 Kunden zu. Rund drei Viertel der Kunden besitzen kein eigenes Auto. Damit gilt es als besonders entlastend für den Verkehr.

Bei den sogenannten Freefloatern, also Autos, die dort stehen, wo der letzte Kunde es abgestellt hat, verzeichnete der Branchenverband ein Plus von 14,9 Prozent auf 1,8 Millionen Kunden.

"Verantwortungsvoll mit der Ressource Auto"

Die Entwicklung im deutschen Carsharing-Markt zeige, dass immer mehr Menschen verantwortungsvoll mit der Ressource Auto umgehen und die Verkehrswende praktisch mitgestalten wollen, sagte BCS-Geschäftsführer, Gunnar Nehrke.

Insgesamt stehen 20.200 Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung, davon stellen stationsbasierte Anbieter mit 11.200 Autos mehr als die Hälfte des Angebots. Im Freefloating-Angebot werden 9000 Fahrzeuge eingesetzt, heißt es beim Branchenverband.

Zahl der Elektrofahrzeuge steigt nur gering

Im vergangenen Jahr blieb die Zahl der Elektrofahrzeuge bei der Freefloating-Flotte mit 1025 nahezu konstant. Beim stationsbasierten Carsharing erhöhte sich die Zahl von 321 auf 498.

Der Anteil der Elektro-Autos im Carsharing sei 50-mal höher als in der nationalen Pkw-Flotte, sagt Nehrke. "Die Anbieter wollen auf emissionsfreie Antriebe umstellen. Aber die Rahmenbedingungen stimmen noch nicht: Die Fahrzeuge sind immer noch zu teuer".

Ein Fahrzeug des Unternehmens Car2Go parkt in Berlin.
galerie

Daimler und BMW, die Anbieter von Car2Go und DriveNow, wollen ihre Angebote beim Carsharing zusammenlegen.

DriveNow und Car2Go werden zusammengelegt

Die beiden Eigentümer von DriveNow und Car2Go, BMW und Daimler, planen die Zusammenlegung ihrer Dienste. Beide Hersteller wollen weg vom reinen Verkauf ihrer Oberklasse-Wagen und mehr Dienstleistungen rund um die Mobilität anbieten.

Durch die Zusammenlegung ihrer Geschäfte, zu denen auch Mytaxi und ParkNow zählen, wollen Daimler und BMW Konkurrenten wie dem Fahrdienst-Anbieter Uber weltweit Paroli bieten.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 20. Februar 2019 um 14:00 Uhr.

Darstellung: