Zwei Jugendliche mit Tablet-Pcs | Bildquelle: picture alliance / imageBROKER

Kriminelle Masche Millennials leichte Opfer von Internetbetrug

Stand: 15.10.2018 10:44 Uhr

Kriminelle geben sich als Servicemitarbeiter von Technikkonzernen aus - gerade Jüngere fallen darauf rein. Insgesamt waren damit mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer einer Studie zufolge konfrontiert.

Auf betrügerische Anrufe und Mails von vermeintlichen Service-Mitarbeitern fällt einer aktuellen Umfrage von Microsoft ausgerechnet die jüngere Generation der unter 40-Jährigen herein. Bei der relativ neuen Masche der sogenannten Tech Support Scams geben sich die Betrüger per Mail, Telefon, Pop-up-Fenster oder Website-Weiterleitungen zum Beispiel als Mitarbeiter von Technologiekonzernen aus und versuchen unter dem Vorwand eines angeblich vorliegenden Computerproblems etwa an Kreditkartendaten oder Passwörter zu kommen.

Jüngere Generation am meisten betroffen

Vor allem die Altersgruppe der Millenials (zwischen 24 und 37 Jahre) sei in Deutschland besonders betroffen, teilte Microsoft mit. Demnach sind insgesamt 52 Prozent der Internetnutzer in Deutschland in diesem Jahr Opfer eines solchen zumindest versuchten Betrugsversuchs geworden. Von den Geschädigten, die auch einen finanziellen Schaden erlitten, waren dabei 76 Prozent jünger als 38 Jahre alt.

Dabei sind die Nutzer in Deutschland leichtgläubiger geworden: 13 Prozent der Befragten ließen sich in diesem Jahr auf die Betrugsmasche ein - in einer vergleichbaren Studie waren es 2016 noch 7 Prozent. Die Zahlen sind Teil einer internationalen Studie, die Microsoft unter mehr als 16.000 erwachsenen Internetnutzern in 16 Ländern durchgeführt hat.

Unternehmen kontaktieren Nutzer nie telefonisch

Microsoft erhalte monatlich rund 11.000 Beschwerden weltweit über entsprechende Betrugsversuche - auch als Microsoft-Mitarbeiter geben sich die Kriminellen immer wieder gerne aus. Das Unternehmen kontaktiere generell keine Nutzer telefonisch. Bei solchen Anrufen sollten die Nutzer das Gespräch so schnell wie möglich beenden und keinesfalls auf unerwünschte Pop-up-Fenster am Rechner klicken.

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