Deutsche Bahn Erste Zugverbote für Maskenverweigerer

Stand: 11.04.2021 16:04 Uhr

Die Deutsche Bahn macht ernst mit dem härteren Vorgehen gegen Maskenverweigerer: Erste Verbote untersagen den Betroffenen für mehrere Monate die Fahrt per Zug und das Betreten eines Bahnhofs.

Zum ersten Mal hat die Deutsche Bahn Verbote gegen Personen ausgesprochen, die sich konsequent weigern, die während der Corona-Pandemie geltende Maskenpflicht einzuhalten. Die Betroffenen dürfen weder Züge im Regional- und Fernverkehr nutzen noch Bahnhöfe betreten.

Es sei eine "niedrige zweistellige Zahl" an "Beförderungsausschlüssen beziehungsweise Hausverboten" verhängt worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn der "Welt am Sonntag". Die Verbote sollen demnach für sechs Monate gelten.

Kontrolle der Verbote ist schwierig

Sie werden aber nur in "besonders drastischen Fällen" ausgesprochen - also gegen Passagiere, die wiederholt und bewusst gegen die Pflicht, einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen, verstoßen. So seien auch Angehörige einer Gruppe betroffen, die sich Ende Dezember in einem Regionalzug dabei filmten, wie sie ohne Maske andere Fahrgäste belästigten.

Die Verbote zu kontrollieren, sei schwer, räumte die Bahnsprecherin ein. Doch wer trotz Verbots in einem Zug oder auf einem Bahnhof erwischt wird, dem droht eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.

Kontrollen in Zügen erst im Dezember ausgeweitet

Seit März 2020 kontrolliert die Bahn mithilfe von sogenannten Sicherheitsteams in ihren Zügen, ob die Maskenpflicht eingehalten wird. Im Dezember hatte das Unternehmen die Kontrollen verdoppelt. Zudem hatte die Bahn härtere Strafen in Aussicht gestellt, sollte die Corona-Maßnahme nicht eingehalten werden.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 11. April 2021 um 13:08 Uhr.

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