Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main

Ratingagentur senkt Bonitätsnote Moody's stuft Deutsche Bank herab

Stand: 29.07.2014 15:41 Uhr

Die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank ist in den Augen der Ratingagentur Moody's gesunken. Sie korrigierte die langfristige Bonitätsnote des größten deutschen Geldhauses um eine Stufe nach unten: von "A2" auf "A3". Die Renditen der Bank seien mäßig und würden von den Kosten für Rechtsstreitigkeiten, Altlasten und den Umbau des Konzerns belastet, argumentierte Moody's. Zugleich hänge die Deutsche Bank weiterhin stark vom Erfolg des Investmentbankings ab.

Prozesse trüben Bilanzen und schaden der Deutschen Bank
M. Braun, DLF
29.07.2014 19:17 Uhr

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"Wir erwarten auf absehbare Zeit mäßige Zahlen und eine starke Abhängigkeit von den Erträgen an den Kapitalmärkten", erklärte Moody's-Analyst Peter Nerby. Das sei ein struktureller Nachteil, der sich kaum wettmachen lasse. "Das hat zu der Herabstufung geführt." Moody's schrieb, dass der Deutschen Bank - ebenso wie anderen Instituten - weitere Herabstufungen drohten. Grund dafür sei auch die sinkende Bereitschaft von Staaten, ihren Banken finanziell zu stützen.

Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank
RatingagenturLangfrist-RatingAusblick
Moody'sA3negativ
Standard & Poor'sAnegativ
FitchA+negativ
Stand: 29. Juli 2014

Die Mitteilung von Moody's wurde wenige Stunden nach der Veröffentlichung der neuesten Quartalszahlen der Deutschen Bank verbreitet. Demnach steigerte das Geldhaus zwischen April und Mai zwar seinen Vorsteuergewinn um 16 Prozent auf 917 Millionen Euro. Der Nettogewinn brach allerdings um 29 Prozent auf nur noch 238 Millionen Euro ein. "Das sind solide Zahlen", sagte Co-Vorstandschef Anshu Jain. Grund zum Jubeln gebe es nicht, da das Marktumfeld schwierig bleibe.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. Juli 2014 um 16:30 Uhr.

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