Das Logo von Walt Disney ist auf einem Bildschirm an der New Yorker Börse zu sehen. | Bildquelle: dpa

USA Disney entlässt 28.000 Beschäftigte

Stand: 30.09.2020 08:01 Uhr

Die Corona-Krise hat Disney heftige Verluste beschert: Vergnügungsparks mussten geschlossen bleiben, Kreuzfahrten wurden abgesagt. Jetzt entlässt der Konzern 28.000 Beschäftigte - ein notwendiger Schritt, so ein Disney-Manager.

Das Unterhaltungsimperium Walt Disney ist von der Corona-Krise stark getroffen - jetzt kommt es zu einer Entlassungswelle. Weil das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts, Fanartikeln und Kreuzfahrten noch immer stark unter der Pandemie leide, müsse der Konzern rund 28.000 US-Mitarbeiter entlassen, teilte Disney nach US-Börsenschluss mit.

Disney kündigt Entlassung von 28.000 Mitarbeitern an
tagesschau 07:00 Uhr, 30.09.2020

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67 Prozent der Betroffenen sind Teilzeitkräfte

In einem Schreiben an die Belegschaft nannte Spartenchef Josh D'Amaro die Entscheidung "herzzerreißend" - angesichts der schwierigen Umstände aufgrund der Covid-Krise sei sie aber alternativlos. Der Schritt sei notwendig, unter anderem weil Corona-Auflagen in Kalifornien eine Wiedereröffnung des dortigen Disneylands weiterhin nicht zuließen, so D'Amaro.

Bereits seit April seien viele Angestellte beurlaubt, die weiter Beiträge zur Krankenversicherung erhielten. Angesichts der ungewissen Geschäftsaussichten müsse die Mitarbeiterzahl jetzt dauerhaft gesenkt werden. Bei etwa 67 Prozent der Betroffenen handele es sich aber um Teilzeitkräfte. Derzeit kläre Disney die Konditionen mit Beschäftigten und Gewerkschaften.

Geschlossene Themenparks, weniger Fanartikel-Verkäufe

Die Entlassungen im am stärksten von Corona betroffenen Geschäftsbereich des Unternehmens kommen nicht völlig überraschend: Mit den Attraktionen machte Disney seit Beginn der Pandemie hohe Verluste. Zwar wurden die meisten von ihnen mittlerweile zumindest teilweise wieder geöffnet, zwei der großen Themenparks im kalifornischen Anaheim haben jedoch nach wie vor keine Genehmigungen. Disney-Manager D'Amaro beklagte, der "Widerwille" der Behörden verschärfe die Lage. Vor der Corona-Krise hatte sein Geschäftsbereich mehr als 100.000 Beschäftigte.

Durch die Pandemie steckt Disney tief in den roten Zahlen: In den drei Monaten bis Ende Juni fiel machte der Konzern 4,7 Milliarden Dollar (4,0 Mrd. Euro) Verlust, wie der Konzern im August mitgeteilt hatte. Die Erlöse brachen im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar ein.

Das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten litt besonders heftig. Der Umsatz fiel hier um 85 Prozent, der Betriebsverlust betrug knapp zwei Milliarden Dollar nach einem Gewinn von 1,7 Milliarden im Vorjahr. Insgesamt entstanden in der Sparte wegen der Corona-Krise Sonderbelastungen von 3,5 Milliarden Dollar.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. September 2020 um 07:00 Uhr.

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