Strommasten und Solarbäume

Ausnahmen bei Ökostrom-Umlage Für 500 Firmen keine Rabatte mehr

Stand: 07.04.2014 11:40 Uhr

Etwa 500 der bislang 2100 Unternehmen mit Strompreis-Rabatten müssen nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel künftig voraussichtlich auf ihre Privilegien verzichten. Zu Zeiten der schwarz-gelben Koalition seien die Ausnahmen für die EEG-Umlagen zu weit gefasst gewesen, sagte der SPD-Chef im ARD-Morgenmagazin: "Die müssen wir zurückführen."

Künftig sollten nur Firmen von der Umlage ausgenommen werden, "die energieintensiv sind und im internationalen Wettbewerb stehen". Zugleich verteidigte Gabriel die Ausnahmen von der Zahlung für die energieintensive Industrie. "Wir reden hier über Hunderttausende von Arbeitsplätzen", sagte er und nannte als Beispiel die Branchen Stahl, Chemie und Zement. "Wir müssen aufpassen, dass wir diese Unternehmen nicht aus der Wettbewerbsfähigkeit schießen", so der Wirtschaftsminister.

Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, zur EEG-Reform
ARD-Morgenmagazin, 07.04.2014

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EU hält Rabatte für wettbewerbsverzerrend

Die EU-Kommission wertet die Rabatte von jährlich über fünf Milliarden Euro auf die Umlage zur Ökostrom-Förderung für große Teile der Industrie als unerlaubte Beihilfe. Sie hat deswegen ein Verfahren gegen Deutschland eingeleitet. Die rund 2100 Unternehmen verbrauchen etwa die Hälfte des Industriestroms in Deutschland.

Die Bundesregierung will die Reform des EEG am Dienstag im Kabinett beschließen. Am Mittwoch will die EU-Kommission ihre Leitlinien für staatliche Hilfen im Energie- und Umweltbereich vorlegen. Was die Ausnahmen beim EEG angeht, haben sich EU und Bundesregierung Medienberichten zufolge weitgehend angenähert.

500 Unternehmen müssen künftig EEG-Umlage zahlen
T. Huhn, ARD Berlin
07.04.2014 11:17 Uhr

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