Das Euro-Zeichen vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main

Eurogruppe setzt Griechenland Ultimatum "Handeln heißt handeln - und nicht nur reden"

Stand: 09.10.2012 12:31 Uhr

Nach sanften und stärkerem Druck versuchen es die Euro-Finanzminister nun mit einem Ultimatum: Bis zum 18. Oktober muss Griechenland die bereits im März zugesagten 89 Reformmaßnahmen umsetzen. Und auch IWF-Chefin Lagarde setzte die Daumenschrauben an. Handeln bedeute handeln - und nicht nur reden, schrieb sie der griechischen Regierung ins Stammbuch.

Von Martin Bohne, MDR-Hörfunkstudio Brüssel

Jean-Claude Juncker
galerie

Ultimativer Druck auf die griechische Regierung: Eurogruppen-Chef Juncker

Das Schulterklopfen nach der Gründung des dauerhaften Rettungsfonds ESM hielt nicht lange an - am Abend mussten die Finanzminister wieder einen Gewaltritt durch die Krisenbaustellen der Eurozone machen.

Viel zu verkünden hatte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker nach mehr als sechs Stunden aber nicht - außer dem erwarteten Beschluss, dass Portugal die nächste Auszahlung aus dem Hilfsprogramm in Höhe von etwas über vier Milliarden Euro erhalten soll.

Lob für Portugal

Auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble bescheinigte den Portugiesen, dass sie gut voran kommen auf dem Wege der Reformen und der Haushaltskonsolidierung: "Bei Portugal ist das der Fall, deshalb werden wir die nächste Tranche freigeben können, bei Griechenland warten wir den Bericht der Troika ab. Das wird nicht heute und morgen der Fall sein."

Rolf-Dieter Krause (ARD Brüssel) zum Treffen der Euro-Finanzminister
tagesthemen 22:15 Uhr, 09.10.2012

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Ultimativer Druck auf Griechenland

Am Thema Griechenland bissen sich die Finanzminister am längsten fest. Die Troika gab einen mündlichen Bericht über den Stand der Verhandlungen mit der griechischen Regierung. Danach bemühte sich Eurogruppenchef Juncker um versöhnliche Worte, es habe namentlich in den vergangenen Tagen bedeutende Fortschritte gegeben. Aber dann erhöhte Juncker den Druck: "Bevor die nächste Kredittranche ausgezahlt werden kann, muss Griechenland seinen festen Willen unter Beweis stellen, dass Reformprogramm komplett umzusetzen."

EU-Finanzminister erhöhen Druck auf Griechenland
M. Bohne, MDR Brüssel
09.10.2012 12:14 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Juncker setzte den Griechen eine Frist bis zum 18. Oktober, um die schon im März zugesagten 89 Reformmaßnahmen endlich auf den Weg zu bringen. Am 18. Oktober findet der nächste EU-Gipfel statt. IWF-Chefin Christine Lagarde, die am Eurogruppentreffen teilnahm, hieb in dieselbe Kerbe: "Handeln heißt handeln - und nicht nur reden."

Seit Wochen wird um die Auszahlung von rund 30 Milliarden Euro an Griechenland gerungen. Spätestens im November geht der griechischen Regierung das Geld aus

Darstellung: