Arbeitslosigkeit in den Euro-Ländern 18,3 Millionen Menschen ohne Job

Stand: 31.10.2014 12:46 Uhr

Vor den Wintermonaten ist die Arbeitslosigkeit in der Eurozone unverändert hoch geblieben. Im September hatten 11,5 Prozent der Männer und Frauen in den 18 Euro-Ländern keinen Job, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit hat sich die Quote seit Juni nicht mehr verändert. Sie blieb allerdings im vierten Monat in Folge auf dem tiefsten Wert seit September 2012. Vor einem Jahr betrug die Quote 12,0 Prozent. Insgesamt waren in den Euro-Ländern 18,347 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter ohne Job. Das seien 19.000 weniger gewesen als im August.

Griechenland und Spanien am stärksten betroffen

Weiterhin am stärksten betroffen sind den letzten verfügbaren Zahlen zufolge Griechenland (26,4 Prozent) und Spanien (24 Prozent). Deutschland (5,0 Prozent) und Österreich (5,1 Prozent) haben im Vergleich die geringsten Arbeitslosenquoten. Die beiden Staaten stehen auch bei der Jugendarbeitslosigkeit am besten da: In Deutschland haben 7,6 Prozent der Menschen unter 25 Jahren keine Arbeit, in Österreich sind es 9,1 Prozent.

Menschen warten vor einem Arbeitsamt in Madrid
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Ein Bild aus dem Jahr 2012: Eine lange Schlange vor einem Arbeitsamt in Madrid. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit ist weiterhin sehr hoch.

Auch hier haben Spanien und Griechenland in der gesamten EU die größten Probleme. In Spanien hat mehr als jeder zweite Jugendliche (53,7 Prozent) keine Arbeit, in Griechenland liegt die Quote bei 50,7 Prozent. Ebenfalls hart betroffen sind Italien (42,9 Prozent) und Kroatien (41,8 Prozent). Insgesamt haben in den 28 EU-Ländern 24,5 Millionen Menschen keinen Job, davon knapp fünf Millionen Jugendliche.

Arbeitslosigkeit in den EU-Ländern weiterhin hoch
M. Pieper, WDR Brüssel
31.10.2014 13:14 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 31. Oktober 2014 um 12:30 Uhr.

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