Blick über einen Container Terminal im Hamburger Hafen. | Bildquelle: dpa

Deutsche Wirtschaft Exporte brechen um fast 30 Prozent ein

Stand: 09.07.2020 08:51 Uhr

Deutsche Unternehmen haben im Mai rund 30 Prozent weniger Waren ins Ausland verkauft als im Vorjahresmonat. Dennoch gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer: Gegenüber April nahmen die Exporte wieder zu.

Die deutschen Exporte sind im Mai wegen der Corona-Pandemie weiter deutlich hinter den Vorjahreswerten zurückgeblieben: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden aufgrund vorläufiger Ergebnisse mitteilte, lagen die Ausfuhren um 29,7 Prozent niedriger als im Mai 2019.

Importe sinken weniger stark

Insgesamt wurden demnach im Mai von Deutschland Waren im Wert von 80,3 Milliarden Euro exportiert. Gleichzeitig wurden Waren im Wert von 73,2 Milliarden Euro importiert. Die Importe lagen damit um 21,7 Prozent niedriger als im Mai 2019.

Gegenüber Februar 2020 - dem Monat vor dem Beginn der coronabedingten Einschränkungen - nahmen kalender- und saisonbereinigt die Exporte um 26,8 Prozent und die Importe um 18,2 Prozent ab. 

Wachstum gegenüber April

Experten sehen aber dennoch Grund für vorsichtigen Optimismus: Denn im Vergleich zum April wuchsen die Exporte um neun Prozent. Die Importe legten um 3,5 Prozent zu. "Die im Vergleich zum Vormonat gestiegenen Ein- und Ausfuhren im Mai zeigen: Das Tal der Tränen ist durchschritten. Der deutsche Außenhandel nimmt wieder etwas Fahrt auf", sagt etwa Jörg Zeuner von Union Investment.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 in der Wirtschaft am 09. Juli 2020 um 11:40 Uhr.

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