Feuerwerksartikel werden in den Regalen eines Baumarktes angeboten. | Bildquelle: dpa

Rekordmenge importiert Her mit Böllern und Raketen

Stand: 30.12.2019 10:44 Uhr

Mehr als 47.000 Tonnen Feuerwerkskörper wurden im vergangenen Jahr importiert. Das ist ein Rekord. Und auch in diesem Jahr erwartet der Branchenverband gute Geschäfte - trotz der Debatten über den Sinn der Böllerei.

Kurz vor dem Jahreswechsel wird über Sinn und Unsinn des Feuerwerks gestritten - mal wieder.

Trotz dieser Debatten erwartet der Verband der pyrotechnischen Industrie einen Umsatz von etwa 133 Millionen Euro - das wäre etwa so viel wie im Vorjahr. Da der Verkauf noch heute und morgen andauert, gibt es noch keine abschließenden Zahlen für dieses Jahr. Einige Einzelhändler denken allerdings um - sie haben keine Böller und Raketen mehr im Sortiment.

Im vergangenen Jahr wurde die Rekordmenge von 47.400 Tonnen Feuerwerkskörpern im Wert von 121 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Verglichen mit 2017 stieg die importierte Menge demnach um fast elf Prozent. Gemessen an 1999 war dies sogar ein Anstieg um 48 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker.

Fast alle 2018 nach Deutschland eingeführten Feuerwerkskörper kamen aus der Volksrepublik China (98 Prozent). Hieran hat sich in den vergangenen 20 Jahren nichts geändert, die chinesischen Feuerwerkskörper machten durchgängig über 90 Prozent an den insgesamt eingeführten Feuerwerkskörpern aus.

Böllern mit Prüfsiegel

Beim Kauf sollten die Kunden unbedingt auf das amtliche Prüfsiegel achten, weil illegales Feuerwerk sehr gefährlich sein kann. Es sollten nur Produkte verwenden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) oder einer anderen offiziellen europäischen Stelle geprüft und zugelassen sind und über das CE-Siegel verfügen. 

Das BAM empfiehlt bei Raketen einen Sicherheitsabstand von acht Metern, bei kleineren Krachern mindestens einen Meter Abstand. Raketen stehen zudem deutlich stabiler, wenn sie nicht bloß in einer Glasflasche stecken, sondern sich die Flasche in einem Getränkekasten befindet. Grundsätzlich sollten Knaller nicht in der Hand gezündet werden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Dezember 2019 um 10:30 Uhr.

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