Erst Rekordhoch, dann abwärts Berg- und Talfahrt an der Börse

Stand: 03.03.2021 22:32 Uhr

Was mit einem Rekordhoch des DAX begann, endete mit einem lauen Lüftchen. Anziehende Zinsen haben die anfängliche Börsenrally beendet. In New York litt besonders die Technologiebörse Nasdaq.

An der Frankfurter Börse gab es heute ein Wechselbad der Gefühle. Hoffnungen auf weitere Lockerungen durch die Politik in der Corona-Krise bescherten dem Leitindex DAX zunächst ein neues Rekordhoch bei 14.197 Punkten. Am Ende ging ein volatiler Handelstag dann aber unspektakulär zu Ende. Der DAX gewann moderate 0,3 Prozent hinzu und ging bei 14.080 Punkten aus dem Handel, zeitweise fiel der Index sogar unter die Marke von 14.000 Zählern und drehte ins Minus. Es war immer noch das zweithöchste Schlusskursniveau überhaupt.

Schwierige Corona-Verhandlungen

Am Vormittag hatte zunächst die Aussicht auf weitere Corona-Lockerungen hierzulande für neue Fantasie gesorgt und den Index angeschoben. Bundeskanzlerin Merkel hatte sich unter großem Druck im Vorfeld der heutigen Beratungen mit den Ministerpräsidenten für eine "vorsichtige Öffnung" ausgesprochen.

Derzeit tagen die Beteiligten auch nach rund acht Stunden Verhandlungen noch. Erwartet wird ein Stufenmodell, das sich an den jeweiligen Inzidenzzahlen orientiert. Aber genau hier gibt es bisher noch keine Einigung.

An der Börse bleibt damit neben der Hoffnung auf ein sich abzeichnendes Ende der Pandemie auch eine gewisse Nervosität zurück. Denn die Auswirkungen der Corona-Mutanten, die wesentlich ansteckender sind, bleiben eine weiterhin große Unbekannte. Nicht zuletzt aus diesem Grund halten sich Politiker bei Öffnungsschritten auch die Option einer "Notbremse" offen, sollten die Infektionszahlen wieder stärker steigen.

Renditen weiter im Fokus

Aber nicht nur die Corona-Thematik hat heute die Börse bestimmt. Denn halten konnte der Markt sein Rekordniveau trotz der so sehnlichst erwarteten Lockdown-Erleichterungen nicht. Sowohl hierzulande als auch in den USA zogen nämlich die Rentenrenditen wieder an und haben den Börsenbullen damit einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen erhöhte sich auf 1,481 Prozent. Ein Anstieg auf mehr als 1,5 Prozent bedeute Gegenwind für den Aktienmarkt, sagte Michael Stritch, Chef-Anleger des Vermögensverwalters BMO. Steigende Anleihe-Renditen bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen.

Der einjährige Höchststand aus der vergangenen Woche lag zwar noch einiges höher, nämlich bei rund 1,55 Prozent, doch das Auf und Ab der Kapitalmarktzinsen scheint sich mit dem neuerlichen Anstieg fortzusetzen. Steigende Wachstums- und Inflationserwartungen in den USA gelten als Auslöser.

Nasdaq unter Druck

Und das sind bekanntlich keine guten Nachrichten für den Aktienmarkt. Die Reaktion an der Wall Street ließ entsprechend nicht lange auf sich warten. Dabei zeigte sich ein altbekanntes Muster. Technologieaktien, die bisherigen Gewinner der Corona-Krise, wurden verkauft. Denn sie gelten bei steigenden Zinsen als verwundbarer, zudem werden immer noch Gewinne mitgenommen. An der Technologiebörse Nasdaq setzte sich sowohl beim Composite Index mit einem Abschlag von 2,7 Prozent auf 12.997 Punkte als auch beim Auswahlindex 100 mit minus 2,9 Prozent auf 12.683 Punkte der jüngste Ausverkauf fort.

Im Gegenzug hielt sich der Leitindex Dow Jones mal wieder besser. Er stand lange sogar im Plus, ehe er im späten Geschäft auch noch um 0,4 Prozent ins Minus rutschte. Aus dem Handel ging der Index bei 31.270 Punkten. Der breiter aufgestellte S&P-500-Index, in dem auch viele Technologietitel enthalten sich, verlor am Ende 1,3 Prozent auf 3819 Punkte.

ADP-Zahlen enttäuschen

Aber auch neue Konjunkturdaten halfen der Street nicht. Denn Knackpunkt im großen amerikanischen Erholunsszenario bleibt der Arbeitsmarkt. Dessen Erholung kommt weiterhin nur schleppend voran, wie die neuesten Zahlen des privaten Arbeitsvermittlers ADP zeigen. Die US-Unternehmen haben dabei im Februar weit weniger Stellen aufgebaut als erwartet. Unter dem Strich wurden in der Privatwirtschaft nur 117.000 Arbeitsplätze geschaffen. Experten hatten hingegen mit einem Zuwachs von 177.000 gerechnet. Im Januar lag das Stellenplus nach revidierten Angaben bei 195.000.

"Der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort, wenngleich mit geringerer Dynamik als im Januar", kommentierte Ökonom Patrick Boldt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). "Anzumerken ist jedoch, dass im Vergleich zu vor der Krise immer noch Millionen von Arbeitsplätzen fehlen. Bis von Normalität gesprochen werden kann, wird somit noch viel Zeit vergehen", ergänzte der Helaba-Experte.

ISM-Index rückläufig

Die US-Dienstleister haben ihr Wachstumstempo im Februar überraschend verringert. Der Einkaufsmanager-Index fiel im Februar auf 55,3 Punkte von 58,7 Zählern im Vormonat, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Firmen-Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Experten hatten mit einem zum Vormonat unveränderten Wert gerechnet. Trotz des Rückgangs notiert das Barometer noch immer weit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Beige Book: US-Wirtschaft wächst verhalten

Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn eher verhalten gewachsen, die gestartete Corona-Impfkampagne lässt die Unternehmen aber zuversichtlich in die Zukunft blicken. Dies ist das Fazit des neuen Konjunkturberichts der amerikanischen Notenbank Federal Reserve, dem Beige Book, das am Mittwoch in Washington veröffentlicht wurde. In den meisten Regionen der USA blicke man angesichts angelaufener Corona-Impfungen hoffnungsvoll auf die nächsten sechs bis zwölf Monate, heißt es in dem Bericht. Der Freizeitbereich und das Gastgewerbe litten jedoch weiterhin unter den Corona-Beschränkungen. Dagegen habe sich die Lage in der Industrie weiter verbessert, wenn auch nur moderat. Der Markt reagierte kaum.

Euro volatil

Die Gemeinschaftswährung erholte sich gegenüber dem Dollar zunächst, fiel dann aber wieder zurück. Der Euro notierte im späten Geschäft bei 1,2068 Dollar rund 0,2 Prozent schwächer. Am Vormittag war der Euro noch bis auf 1,2113 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2048 (Dienstag: 1,2028) US-Dollar fest.

Die EZB will laut dem Bericht nicht mit "drastischen" Mitteln gegen den jüngsten Anstieg der Marktzinsen vorgehen. Sie wolle es vielmehr mit verbalen Interventionen oder Anpassungen bei den Anleihekaufprogrammen versuchen. Bloomberg verweist auf EZB-Offizielle. Eine Lockerung der Geldpolitik würde den Euro vermutlich belasten.

Dienstleister in der Delle

Die Geschäfte der unter dem Lockdown besonders stark leidenden deutschen Dienstleister sind im Februar den fünften Monat in Folge geschrumpft. Der Einkaufsmanagerindex sank um 1,0 auf 45,7 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Das Barometer blieb damit deutlich unter der Marke von 50, ab der es ein Wachstum signalisiert. Allerdings fiel die Schrumpfung verglichen mit dem ersten Corona-Lockdown im vergangenen Frühjahr vergleichsweise gering aus.

Bitcoin über 50.000 Dollar

Die Digitalwährung Bitcoin nimmt wieder Fahrt auf. Am Mittwoch stieg der Kurs der bekanntesten Kryptowährung über die Marke von 50.000 US-Dollar. Im Hoch wurden auf der Handelsplattform Bitstamp 52.652 Dollar erzielt, aktuell steht der Kurs sogar bei rund 51.000 Dollar. Das ist deutlich mehr als der Kurs der vergangenen Tage.

Das Rekordhoch, das Mitte Februar bei mit 58.354 Dollar markiert wurde, liegt aber noch einige Tausend Dollar entfernt. In den vergangenen Monaten hatten Bitcoin und einige andere Internetwährungen einen wilden Kursanstieg hingelegt. Noch im Herbst war ein Bitcoin gerade mal 10 000 Dollar wert gewesen, dann ging es steil nach oben.

Als Hauptgrund gilt das steigende Interesse von Unternehmen und langfristig orientierten Investoren. Als Paradebeispiele gelten der schillernde Milliardär Elon Musk und der Elektroautohersteller Tesla. Aber auch andere Unternehmen, nicht zuletzt aus der Finanzszene, interessieren sich zunehmend für Digitalanlagen.

Autotitel gefragt

Deutliche Aufschläge von teilweise über vier Prozent verbuchten im Index die Titel von VW, Daimler, BMW und Conti, letztere waren Tagessieger. Hier spielen die Hoffnungen auf eine rasche Konjunkturbelebung eine wichtige Rolle, zudem gab es positive Analystenkommentare. Am DAX-Ende rangierten die Papiere von Delivery Hero. Anleger nahmen bei dem als Krisengewinner geltenden Papier Gewinne mit.

Siemens Energy steigt in den DAX auf

Die Deutsche Börse hat am Mittwochabend den DAX erstmals in diesem Jahr regulär überprüft. Bisher gab es nur einmal jährlich im September eine reguläre Überprüfung. Der Energiekonzern Siemens Energy wird dabei ab dem 22. März Beiersdorf im Leitindex ersetzen. Entsprechende Spekulationen im Vorfeld wurden damit bestätigt.

Es gab noch weitere Änderungen in den Indizes des Börsenbetreibers. Neben Beiersdorf werden zukünftig auch die Papiere der Porsche SE, Encavis und Nordex dem MDAX angehören. Porsche ersetzt dabei die Aareal Bank. Osram, Metro, Suess Microtec und Leoni gehören künftig dem Kleinwerteíndex SDAX an. Aus diesem fallen dafür SNP, Cropenergies und Hornbach Baumarkt heraus.

Allianz kommt in Deutschland mit blauem Auge davon

Die Allianz hat das Corona-Jahr 2020 auf dem deutschen Heimatmarkt mit Blessuren überstanden. Der Gewinn brach um 15 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro ein, wie das Unternehmen am Mittwoch in Unterföhring mitteilte. Ursache waren unter anderem hohe coronabedingte Kosten in der wichtigsten Sparte Sachversicherung, ein beträchtlicher Teil davon für Betriebsschließungen. Der Umsatz ging um 2,8 Prozent auf 40,8 Milliarden Euro zurück.

Abgesehen von coronabedingten Schäden machte sich die Pandemie in einer weiteren Hinsicht bemerkbar: In der Lebensversicherung gingen Beitragseinnahmen und Neugeschäft zurück. Die Allianz führte das auf Zurückhaltung der Kunden in Krisenzeiten zurück. Doch sowohl die Lebensversicherung, als auch die private Krankenversicherung als kleinste der drei Sparten meldeten trotz Pandemie sogar bessere Ergebnisse als im Vorjahr. In diesem Jahr erwartet die Allianz Deutschland wieder steigende Umsätze. Deutschland ist nach wie vor der wichtigste Markt für den Münchner Konzern.

Erste VW-E-Modelle zu drahtlosem Update fähig

Die ersten Elektromodelle von Volkswagen sind jetzt für das drahtlose Aufspielen neuer Versionen der grundlegenden Fahrzeug-Software vorbereitet. Bei allen ab sofort produzierten Einheiten des ID.3 und ID.4 sei es möglich, "Over-the-air"-Updates über Funk oder WLAN vorzunehmen, teilte der Hersteller am Mittwoch mit. Besitzer früher ausgelieferter Exemplare müssten noch einmal in die Werkstatt, danach seien die Systeme auch bei ihnen startklar. Die erste tiefergehende Online-Aktualisierung selbst ist dann für den Sommer geplant. Dazu laufen aktuell Tests an gut 3000 Geschäftswagen.

Dialog im Chip-Boom

Der Chipentwickler Dialog Semiconductor hat im vierten Quartal dank einer hohen Nachfrage deutlich zugelegt. Dabei profitierte das Unternehmen unter anderem von einem hohen Halbleiterbedarf für Kopfhörer, Fitnesstracker, digitale Uhren, Notebooks und Tablets. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf rund 439 Millionen US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 21 Prozent auf 110,5 Millionen Dollar zu und lag damit leicht über den Erwartungen der Analysten. Unter dem Strich verdiente Dialog Semiconductor mit 57,8 Millionen Dollar 29 Prozent mehr.

Shop Apotheke an der schwarzen Null

Die Aktie des Online-Anbieters Shop Apotheke notiert klar im Minus. Das Unternehmen hat 2020 seine mehrfach angehobenen Jahresziele übertroffen. Das Umsatzplus lag bei 38 Prozent auf 968 Millionen Euro, das Betriebsergebnis bei minus 0,9 Millionen Euro nach einem Verlust von 33,4 Millionen in 2019. Netto blieb ein Fehlbetrag von 16,8 Millionen Euro, weniger als die Hälfte des Vorjahresverlusts. Der Ausblick enttäuscht aber leicht: Im laufenden Jahr soll der Umsatz um etwa 20 Prozent zulegen und die operative Umsatzrendite auf 2,3 bis 2,8 Prozent klettern.

Uniper verdient trotz Krise mehr

Der mehrheitlich zum finnischen Versorger Fortum Oyi gehörende Energiekonzern Uniper ist ohne größere Blessuren durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im vergangenen Jahr um rund 16 Prozent auf 998 Millionen Euro, wie der MDax-Konzern am Mittwochabend auf Basis vorläufiger Zahlen in Düsseldorf mitteilte. Damit erreichten die Rheinländer das obere Ende der von 800 Millionen bis 1 Milliarde Euro ausgegebenen Zielspanne.

Das bereinigte Nettoergebnis kletterte um gut ein Viertel auf 774 Millionen Euro. Hier hatte der Kraftwerksbetreiber zwischen 600 und 800 Millionen anvisiert. Die Dividende will Uniper wie zuvor als Ziel angestrebt auf 1,37 Euro je Aktie festlegen. Damit würden rund eine halbe Milliarde Euro ausgeschüttet. Für das begonnene Geschäftsjahr visieren die Düsseldorfer aber weniger Gewinn an. Unter der Annahme eines normalen Geschäftsverlaufs soll 2021 ein bereinigtes Ebit von 700 bis 950 Millionen Euro zu Buche stehen.

Pharmageschäft stützt Kühne + Nagel

Dank eines starken Pharmageschäfts und einer anziehenden Nachfrage im zweiten Halbjahr hat der Schweizer Logistikkonzern Kühne + Nagel das vergangene Jahr mit nur geringen Umsatz- und Gewinneinbußen abgeschlossen. Der Nettoumsatz ging um 3,4 Prozent auf 20,4 Milliarden Franken zurück und unter dem Strich stand mit 789 Millionen Franken geringfügig weniger Nettoergebnis. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 4,50 Franken je Aktie erhalten und damit um 0,50 Franken mehr als vergangenes Jahr. Eine Prognose gab das Unternehmen nicht.

Aufsicht macht Bremer Greensill Bank dicht

Die Finanzaufsicht BaFin zieht die Reißleine bei der in Bremen ansässigen Greensill Bank. Die Behörde erließ am Mittwoch wegen drohender Überschuldung ein Moratorium über das Institut und schob damit Ein- und Auszahlungen einen Riegel vor. Sie erstattete zudem bei der Staatsanwaltschaft Bremen Anzeige gegen Verantwortliche des Geldhauses, wie die Staatsanwaltschaft Bremen erklärte. Im Raum steht Verdacht auf Bilanzmanipulation. Die Spareinlagen bei der Greensill Bank sind durch den Einlagensicherungsfonds geschützt.

Die Turbulenzen bei der britisch-australischen Greensill-Gruppe haben bereits vor einiger Zeit die deutsche Finanzaufsicht auf den Plan gerufen. Diese habe bereits einen Sonderbeauftragten bei der Bremer Greensill Bank eingesetzt, meldet Reuters.

Vivendi mit solider Jahresbilanz

Der französische Medienkonzern Vivendi ist dank gestiegener Erlöse im Musik- und Fernsehbereich robust durch die Krise gekommen. Die Umsätze des Konzerns stiegen insgesamt leicht um 1,2 Prozent auf rund 16 Milliarden Euro. Das teilte der im EuroStoxx 50 notierte Konzern am Donnerstag in Paris nach Börsenschluss mit.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) kletterte um 6,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2019 hat sich das Wachstum damit aber deutlich verlangsamt. Die Corona-Krise wirkte sich bei dem Medienkonzern vor allem im Werbe- und Anzeigengeschäft negativ aus. Der Nettogewinn der Franzosen fiel innerhalb eines Jahres zwar um neun Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Das lag allerdings an einer hohen Steuerrückstellung. Vivendi will seinen Aktionären für das abgelaufene Jahr wie bereits im Vorjahr eine Dividende von 0,60 Euro zahlen.

Milliardenstrafe für Intel

Der Chipkonzern Intel ist von Geschworenen in Texas zur Zahlung von knapp 2,2 Milliarden Dollar in einem Patentstreit verurteilt worden. In dem Verfahren ging es um zwei Patente für Technologien aus der Halbleiterproduktion, die laut dem Urteil von Dienstag verletzt wurden. Für eines wurden der Firma VLSI 1,5 Milliarden Dollar (1,24 Mrd Euro) zugesprochen, für das zweite 675 Millionen Dollar, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Intel kündigte umgehend an, in Berufung zu gehen.

Berliner Biotech-Start-Up strebt an die Börse

Das Berliner Biotech-Start-up Atai Life Sciences strebt nach einer weiteren Kapitalspritze Insidern zufolge schnell an die Börse. Bei der für Mai geplanten Emission könnte das erst 2018 gegründete Unternehmen mit einem mittleren einstelligen Milliardenbetrag bewertet werden, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde zeichneten die Investoren den Insidern zufolge neue Anteile zu einer Bewertung von zwei Milliarden Dollar. Insgesamt kamen damit weitere 157 Millionen Dollar herein, wie Atai mitteilte. Die Runde sei vom Family Office Apeiron des Mitgründers Christian Angermayer sowie vom deutschstämmigen US-Investor Peter Thiel angeführt worden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 03. März 2021 um 12:00 Uhr.

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