Gewinne in New York US-Börsen auf Klettertour

Stand: 01.03.2021 22:38 Uhr

Nach den Verlusten der Vorwoche ging es heute an der Wall Street wieder deutlich nach oben mit den Kursen. Das hat auch den DAX beflügelt, der die Marke von 14.000 Punkten überwand.

Die zuletzt eher skeptisch gestimmten US-Anleger sind zum Wochenstart mit Macht wieder an den Markt zurückgekehrt. Sie bescherten allen großen Aktienindizes deutliche Kursgewinne. Der Markt begrüßte insbesondere, dass das billionenschwere Hilfsprogramm der Regierung mit der Zustimmung des Repräsentantenhauses nun auf den Weg gebracht wurde.

US-Präsident Joe Biden rief den Senat zu einer schnellen Verabschiedung des von ihm vorgeschlagenen Konjunkturpakets gegen die Corona-Krise im Volumen von 1,9 Billionen Dollar auf. Im Senat haben Bidens Demokraten und die Republikaner jeweils 50 Sitze, Vizepräsidentin Kamala Harris - die zugleich Präsidentin der Kammer ist - kann bei einem Patt aber die ausschlaggebende Stimme abgeben.

Zudem gingen die Rentenrenditen wieder zurück und der Covid-Impfstoff des Pharmariesen Johnson & Johnson steht vor der Zulassung. "Wir haben eine ziemlich starke Erholung von den Verkäufen am Ende der letzten Woche", sagte Rick Meckler, Partner bei Cherry Lane Investments. "Die Investoren haben begonnen, sich wieder auf die Idee zu konzentrieren, dass sich die Pandemie dem Ende zuneigen könnte." Gute Konjunkturdaten aus der Industrie rundeten den erfolgreichen Tag ab.

Dow wieder auf Rekordkurs

Der Leitindex Dow Jones legte 1,95 Prozent zu und schloss bei 31.535 Punkten. Das war ein Tagesgewinn von 603 Punkten, mit dem der Index wieder Kurs auf sein Rekordhoch vom vergangenen Mittwoch bei etwas über 32.000 Punkte nimmt. Noch besser schlugen sich sowohl der marktbreite S&P-500-Index als auch die Technologiebörse Nasdaq. Der S&P-Index, der von vielen Fondsmanagern als Maßgröße für die Wertentwicklung herangezogen wird (im Börsenjargon "Benchmark" genannt), gewann 2,4 Prozent und schloss bei 3901 Punkten. An der Nasdaq legte der Composite-Index 3,0 Prozent auf 13.588 Punkte zu, der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 2,9 Prozent auf 13.282 Punkte.

DAX legt im Schlepptau der Wall Street kräftig zu

Der Start in die neue Woche ist auch am deutschen Aktienmarkt gut gelungen. Der DAX, der in der Vorwoche wegen der Sorge um anziehende Rentenrenditen noch rund 1,5 Prozent abgab, erholte sich heute deutlich und machte dabei die Verluste wieder wett. Am Ende schloss der deutsche Leitindex bei 14.012 Punkten um 1,6 Prozent höher.

Fast alle 30 DAX-Titel schlossen im Plus, lediglich Infineon und Continental tendierten gegen den Trend etwas leichter. Tagessieger waren MTU Aero, die von der Aussicht auf Lockdown-Lockerungen profitierten. Auch Bayer und Deutsche Post stiegen überproportional.

Zinsängste ebben ab

Lange Zeit tat sich der Index schwer damit, die runde Marke bei 14.000 Punkten zu überwinden. Aber die freundliche Tendenz an der Wall Street sorgte im späten Geschäft für genügend Rückenwind, um den Widerstand noch zu überwinden. Es war das Sahnehäubchen auf einen erfolgreichen Handelstag. Neben dem starken US-Markt setzten die Anleger auch darauf, dass die Notenbanken sich einem weiteren Zinsanstieg und damit Inflationsdruck entgegenstellen.

"Ich habe wenig Zweifel daran, dass die Zentralbanken sich letztendlich recht stark gegen einen anhaltenden Anstieg der Renditen stemmen werden", sagte Deutsche-Bank-Stratege Jim Reid. Angesichts der hohen Verschuldung könne man sich hohe Renditen schlicht nicht leisten.

Deutsche Bundesanleihen sind heute im Kurs überwiegend gestiegen. Die Umlaufrendite sank im Gegenzug von minus 0,32 Prozent am Freitag auf minus 0,36 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

Inflation zieht an

Apropos Inflation: Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Februar wegen teurerer Nahrungsmittel und Kraftstoffe so stark gestiegen wie seit Beginn der Corona-Krise vor fast einem Jahr nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am frühen Nachmittag in seiner ersten Schätzung mitteilte.

"Der zeitweise Anstieg der Inflation auf knapp drei Prozent im zweiten Halbjahr ist kein Grund zur Sorge", sagte Direktor Sebastian Dullien vom Düsseldorfer IMK-Institut. "Schon Anfang 2022 wird die Inflation wieder fallen, weil dann der Effekt von der Mehrwertsteuersenkung ausläuft." Ökonomen hatten für Februar eine Inflation von 1,2 Prozent erwartet, nach 1,0 Prozent im Januar.

Unter den Währungshütern der Euro-Zone werden derweil die Rufe nach einem Einschreiten der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen den jüngsten Anstieg der Staatsanleihe-Renditen lauter. "Insofern diese Straffung unerwünscht ist, können und müssen wir darauf reagieren", sagte Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau am Montag auf einer Veranstaltung der Banque de France. Erster Ansatzpunkt sei, die im Anleihekaufprogramm PEPP angelegte Flexibilität aktiv zu nutzen.

Lockdown-Erleichterungen erwartet

Den Markt angeschoben hat heute auch die Aussicht auf weitere Corona-Lockerungen hierzulande durch die Politik. Am Mittwoch tagen die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundesregierung, um weitere Beschlüsse zu fassen. Allerdings bleiben Risiken durch die sich auf dem Vormarsch befindenden Virus-Mutationen, die deutlich ansteckender sind. Dementsprechend warnten Politiker, unter anderem Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann, vor allzu großen Hoffnungen. Das Thema könnte die Börse also wieder beschäftigen, heute aber war es nicht zentral.

Euro etwas schwächer

Befeuert werden die Aktienkurse auch von einem sich abschwächenden Euro. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2047 Dollar. Der Euro gab zu allen wichtigen Währung nach. Er knüpfte damit an seine jüngsten Verluste an. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2053 (Freitag: 1,2121) Dollar fest.

Trotz der ermutigenden Zahlen zuletzt, die Konjunkturaussichten für die Eurozone gelten als trüber als diejenigen für die USA. Die Corona-Impfungen verlaufen zudem deutlich langsamer. Auch wird die Wirtschaft weniger durch Konjunkturhilfen unterstützt als in Übersee.

US-Industrie im Aufwind

Die US-Industrie gewinnt derweil überraschend stark an Dynamik. Der Einkaufsmanager-Index stieg im Februar um 2,1 auf 60,8 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Februar 2018, wie aus der am Montag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Experten hatten weitgehend mit einer Stagnation gerechnet.

"Das Stimmungsbarometer der Industrie steigt unerwartet kräftig und liegt auf hohem Niveau, so dass die freundliche Perspektive in der Branche bestehen bleibt", erklärte Helaba-Volkswirt Ralf Umlauf. Die amerikanische Notenbank (Fed) werde gleichwohl an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten, denn Corona-Mutationen "bergen das Risiko einer Verlängerung der Krise".

Bitcoin im Aufwind

Auch der Bitcoin legt wieder zu. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise steigt auf 48.0000 deutlich. "Damit rückt erneut die psychologische Marke von 50.000 Dollar ins Visier", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Dabei dürfte die Schnäppchenjäger-Mentalität das Zünglein an der Waage sein."

Öl fällt zurück

Die Ölpreise sind heute nach anfänglichen Gewinnen am Nachmittag ins Minus gedreht. Angetrieben wurden die Preise zunächst durch die gute Stimmung an den Aktienmärkten. Öl zählt zu den riskanteren Anlagen, die durch steigende Aktienkurse beflügelt werden. Für etwas Belastung sorgt hingegen der stärkere Dollar, der den in der US-Währung gehandelten Rohstoff für Anleger außerhalb des Dollarraums verteuerte. Das lastet auf der Nachfrage.

Im Laufe der Woche rückt zunehmend die Förderpolitik des großen Ölverbunds Opec+ in den Mittelpunkt. Der Zusammenschluss muss über seine künftige Produktion entscheiden. Derzeit wird das Angebot künstlich knapp gehalten, um die Rohölpreise zu stützen, da die Nachfrage durch die Corona-Krise geschwächt ist.

Infineon rückt für Nokia in den Eurostoxx50 auf

Der deutsche Chiphersteller Infineon ersetzt wie von Experten erwartet den finnischen Netzwerkausrüster Nokia im Eurostoxx 50. Der Indexanbieter Qontigo begründete den Vorgang in einer am späten Montagabend veröffentlichten Mitteilung mit der sogenannten Fast-Entry-Regel. Dabei muss eine Aktie auf die Auswahlliste des Index-Anbieters gelangen und dort beim Börsenwert nach Streubesitz mindestens auf Platz 25 kommen.

Deutsche Unternehmen sind auch von Änderungen im deutlich größeren Stoxx Europe 600 betroffen. Dort wird künftig der Medikamenten-Versandhändler Shop Apotheke vertreten sein. Verlassen müssen den Index gleich drei aus Deutschland stammende Unternehmen: Varta, Adler Group und Telefonica Deutschland. Umgesetzt werden alle Änderungen am 22. März.

Neuer VW-Finanzchef kommt früher

Arno Antlitz wird bereits ab Anfang April die Nachfolge von Volkswagen Finanzchef Frank Witter antreten. Witters Vertrag laufe wie geplant auf eigenen Wunsch Ende Juni aus, bis dahin stehe er beratend zur Verfügung, teilte der DAX-Konzern am Montag in Wolfsburg mit. Antlitz steht seit Dezember als Nachfolger fest, er war früher bereits Finanzchef bei der Kernmarke VW Pkw und leitet derzeit das Finanzressort bei der Ingolstädter VW-Tochter Audi.

Daimler und Volvo gründen Gemeinschaftsunternehmen Cellcentric

Daimler und der schwedische Lkw-Hersteller Volvo arbeiten künftig in einer gemeinsamen Firma an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben für schwere Lastwagen. Das im vergangenen Jahr angekündigte Unternehmen, das künftig Cellcentric heißen soll, wurde am Montag gegründet, wie Daimler Truck und die Volvo Group mitteilten.

Volvo hat dazu für rund 600 Millionen Euro 50 Prozent der Anteile an der Firma Daimler Truck Fuel Cell gekauft, in der der Stuttgarter Lastwagenbauer zuvor schon alle seine Brennstoffzellen-Aktivitäten zusammengeführt hatte. Zusammen wollen Daimler und Volvo Brennstoffzellensysteme entwickeln, die in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts in Serie gehen können. In allen anderen Bereichen blieben die Unternehmen Konkurrenten, hieß es. Die Pläne für ihr Gemeinschaftsprojekt hatten sie im April 2020 vorgestellt, eine verbindliche Vereinbarung war im November unterschrieben worden.

Gewinnsprung bei Morphosys

Das Biotechunternehmen aus dem MDAX und TecDAX hat nach US-Börsenschluss vorläufige Geschäftszahlen für 2020 veröffentlicht. Dabei wurde die eigene Finanzprognose übertroffen. Der Umsatz lag mit 327,7 Millionen Euro leicht über dem oberen Ende der Erwartungen. Beim operativen Ergebnis (Ebit) gab es einen deutlichen Gewinnsprung auf 27,4 Millionen Euro. Erwartet wurde ein Ergebnis in einer Bandbreite zwischen zehn und 20 Millionen Euro. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 141,4 Millionen Euro leicht über dem oberen Ende des erwarteten Korridors zwischen 130 und 140 Millionen Euro. Die vollständigen Ergebnisse werden wie geplant am 15. März veröffentlicht.

Warren Buffett kauft eigene Aktien zurück

Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat im Corona-Jahr 2020 für mehr Geld als je zuvor eigene Aktien zurückgekauft. Insgesamt gab das Konglomerat 24,7 Milliarden Dollar für diese Art der Kurspflege aus, wie aus Berkshire Hathaways Jahresbericht hervorging. Im vierten Quartal steckte die Holding des 90-jährigen Starinvestors 9,0 Milliarden Dollar in eigene Anteilscheine, das entsprach fast exakt dem Rekordvolumen aus dem vorherigen Vierteljahr. Den Nettogewinn konnte Berkshire Hathaway zum Jahresende kräftig steigern.

Impfstoff von Johnson & Johnson in USA zugelassen

Mit dem Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson kann in den USA künftig ein drittes Corona-Vakzin eingesetzt werden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Samstag eine Notfallzulassung für das Präparat. Es entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis und muss - anders als die übrigen genutzten Impfstoffe - nicht zweimal gespritzt werden. US-Präsident Joe Biden sprach von "begeisternden Nachrichten für alle Amerikaner und einer ermutigenden Entwicklung in unserem Bemühen, die Krise zu beenden".

Cancom erhöht die Dividende kräftig

Der IT-Dienstleister Cancom will die Dividende wegen gut laufender Geschäfte erhöhen. Der Vorstand schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von 0,75 Euro pro Aktie vor, wie Cancom am Montag in München mitteilte. 2020 erhielten die Aktionäre noch 0,50 Euro je Anteilschein. Analysten hatten nur eine geringfügige Erhöhung erwartet. Die Münchener hatten im abgelaufenen Jahr mehr verdient als erwartet. Die Aktie legte nachbörslich auf Tradegate zu.

Erich Sixt übergibt den Führungsstab an seine Söhne

Erich Sixt, Vorstandschef und Großaktionär von Deutschlands größtem Autovermieter, übergibt das Geschäft seinen Söhnen Alexander und Konstantin. Nach der Hauptversammlung am 16. Juni scheide der 76-Jährige aus dem Vorstand aus und wolle anschließend den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen, teilte das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mit. Der Aufsichtsrat habe Alexander und Konstantin Sixt zu gemeinsamen Vorstandsvorsitzenden ab 17. Juni bestellt. Mit ihnen übernimmt die vierte Generation der Familie Sixt die Unternehmensleitung.

Bauer grenzt Verluste ein

Der Maschinenbauer und Tiefbaukonzern Bauer hat sein zweites Krisenjahr in Folge besser überstanden als befürchtet. 2020 belief sich der Nettoverlust auf acht Millionen Euro, wie nach Börsenschluss bekannt wurde.

2019 hatte Bauer 36,6 Millionen Euro Verlust geschrieben und für 2020 zuletzt ein Minus von "weniger als 20 Millionen Euro" in Aussicht gestellt. Vor allem das Jahresende lief demnach besser als erwartet. Der Umsatz lag bei 1,4 Milliarden Euro. Bauer steckte schon vor Beginn der Corona-Pandemie in den roten Zahlen. Im Februar hatte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung angekündigt, da die Verluste am Eigenkapital zehren. Die Bauer Gruppe beschäftigt insgesamt etwa 12.000 Menschen in 70 Ländern.

Global Fashion Group begeistert die Anleger

Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) will auch im laufenden Jahr kräftig zulegen. So soll der Nettowarenwert (NMV) um ein Viertel auf 2,5 Milliarden Euro steigen. Der Umsatz wird zehn Prozent höher erwartet bei gut 1,5 Milliarden Euro, das Ergebnis dürfte moderat zulegen. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen mit Fokus auf Schwellenländer den Nettowarenwert um gut zehn Prozent auf zwei fast Milliarden Euro steigern, der Umsatz wuchs um ein Prozent auf 1,36 Milliarden Euro.

Finanzdienstleister Hypoport enttäuscht

Der Finanzdienstleister Hypoport hat die Erwartungen der Anleger im Corona-Jahr trotz deutlicher Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis enttäuscht. Der Umsatz blieb vorläufigen Berechnungen zufolge trotz eines Anstiegs um 15 Prozent auf 387 Millionen Euro auch hinter den selbst gesteckten Zielen zurück. In Aussicht gestellt hatte das Management 400 bis 440 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) nahm um zehn Prozent auf rund 36 Millionen Euro zu und lag damit eher am unteren Ende der prognostizierten Spanne von 35 bis 40 Millionen Euro. Der Aktienkurs des im SDAX notierten Unternehmens gab deutlich nach.

Sebastian Kehl wird BVB-Sportchef

Borussia Dortmunds Sportchef Michael Zorc hat bestätigt, dass Sebastian Kehl vom Sommer 2022 an seine Nachfolge in dieser Position beim Revierclub antreten wird. Zorc begrüßte die Entscheidung: "Er bringt sehr, sehr viel mit, um diese Position auszufüllen", sagte der 58-Jährige am Montag. "Das ist für mich ja keine Überraschung mehr." Der "Kicker" und die "Bild"-Zeitung hatten am Sonntagabend bericht, dass sich Kehl und die Vereinsspitze um Clubchef Hans-Joachim Watzke unter der Woche per Handschlag auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt hatten.

Wachstumsschub für Videodienst Zoom

Der Videodienst Zoom wächst dank des anhaltenden Trends zum Homeoffice weiter im dreistelligen Prozentbereich. Im vierten Geschäftsquartal sprang der Umsatz um 369 Prozent auf 882,5 Millionen Dollar, wie nach Börsenschluss bekannt wurde.

Inzwischen kommt Zoom Video auf rund 467.000 Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern, was einem Plus von 470 Prozent entspricht. Zuletzt entschieden sich immer mehr Anwender, die den Dienst seit Ausbruch der Pandemie regelmäßig nutzen, für ein kostenpflichtiges Abomodell. Dementsprechend kletterte der den Aktionären zurechenbare Gewinn auf rund 260 Millionen Dollar nach lediglich 15,3 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet. Nachbörslich kletterte die Aktie fast zehn Prozent.

Goldman will wieder mit dem Bitcoin handeln

Goldman Sachs hat einem Insider zufolge seine Handelsabteilung für Kryptowährungen neu gestartet. Von kommender Woche an solle für Kunden mit Bitcoin-Futures und Derivaten gehandelt werden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Agentur Reuters. Zudem prüfe die US-Bank das Potenzial für einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds und untersuche die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten.

Goldman hatte erstmals 2018 eine Handelsabteilung für Kryptowährungen eingerichtet. Der damalige Absturz des Bitcoin-Preises versetzte dem Interesse der Anleger an digitalen Münzen aber einen Dämpfer. Mittlerweile bieten nachd er Kursexplosion der Kryptowährung auch etablierte Finanzinstitutionen wie die US-Derivatebörse CME, der Mutterkonzern der New York Stock Exchange, Intercontinental Exchange und der Vermögensverwalter Fidelity Produkte und Dienstleistungen rund um Bitcoin und andere Kryptowährungen an.

Boeing erhält Großauftrag für die 737 MAX

Die Boeing-Aktie gehört im US-Leitindex Dow Jones zu den größten Gewinnern. Die US-Fluggesellschaft United Airlines gab am Montag eine Bestellung von 25 Maschinen bekannt, die im Jahr 2023 übergeben werden sollen. Zudem habe das Unternehmen die Auslieferung etlicher bereits bestellter Modelle vorgezogen, sodass die Flotte in den kommenden zwei Jahren insgesamt mit 94 neuen 737 Max verstärkt werde.

Die weitgehende Aufhebung der weltweiten Flugverbote, die wegen zweier Abstürze mit 346 Toten für die 737 Max verhängt worden waren, hatte Boeing bereits in den vergangenen Monaten Rückenwind gegeben. Nicht nur die Auftragslage verbesserte sich, Boeing kann seine wichtigste Modellreihe auch endlich wieder ausliefern.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. März 2021 um 17:00 Uhr.

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