Frühjahrstagung von IWF und Weltbank

Frühjahrstagung von IWF und Weltbank Hilfe in Krisen und Schutz vor Ansteckung

Stand: 21.04.2012 00:28 Uhr

Der G20-Club der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer hat sich darauf geeinigt, die Mittel des Internationalen Währungsfonds zur Bewältigung der Schuldenkrise um 430 Milliarden Dollar zu erhöhen. Damit steht dem IWF künftig mehr als doppelt soviel Geld für Notkredite zur Verfügung. Neben den Euro-Staaten beteiligen sich auch Schwellenländer wie Brasilien und Indien.

Von Cai Rienäcker, SWR-Hörfunkstudio Brüssel, zzt. Washington

Relativ unspektakulär ratterte der mexikanische Finanzminister und G20-Vorsitzende José Antonio Meade die wahrscheinlich wichtigste Mitteilung des Washingtoner Weltfinanztreffens herunter: "Die G20-Länder haben sich darauf geeinigt, die IWF-Krisenressourcen aufzustocken. Es gibt Zusicherungen von über 430 Milliarden Dollar."

Damit kam dann noch etwas mehr Geld zusammen als angepeilt. Es handelt sich um Zusagen für Kreditmittel, die ausgegeben werden können, wenn ein Land in größere finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Abschlussbericht Frühjahrstreffen IWF und Weltbank
S. Müller, HR Washington
22.04.2012 05:49 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Löwenanteil aus der Eurozone

Der Löwenanteil von 200 Milliarden Dollar kommt aus der Eurozone. Es ist aber kein exklusiver Sondertopf für die Schuldenkrise in Europa, wie der mexikanische Finanzminister betonte: "Die Ressourcen stehen für Mitgliedsländer des IWF bereit. Es gibt keine Sonderrechte irgendeiner Region."

Aber IWF-Chefin Christine Lagarde machte klar, dass damit neben dem europäischen Schutzwall jetzt noch eine andere Brandmauer gegen die Ansteckungseffekte der europäischen Schuldenkrise errichtet wurde.

Die Finanzminister der Eurozone hatten ihre Hilfskapazitäten vor drei Wochen auf gut eine Billion Dollar hochgerechnet. IWF-Chef Lagarde betonte, dass mit den neuen Mitteln auch die Gesamt-Ausleihkapazität des Internationalen Fonds auf über 800 Milliarden Dollar ansteige.

Der Durchbruch ist nach Meinung von Lagarde vor allem der entscheidenden Rolle Japans zuzuschreiben: "Japan war das erste Land, dass die Europäer unterstützt hat und damit eine Führungsrolle einnahm. Denn danach kamen eine Reihe von anderen Ländern, mit oder ohne konkrete Zahlen oder mit kollektiven Summen, weil sie es so wollten, was ja auch vollkommen in Ordnung war."

IWF-Tagung: Zusagen über 430 Milliarden Dollar für Rettungsschirm
tagesschau 20:00 Uhr, 21.04.2012, Udo Lielischkies, ARD Washington

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Entscheidendes Signal aus China

Ein entscheidendes Signal kam aus China. Aber die Regierung in Peking wollte sich lieber im Hintergrund halten und machte zusammen mit den anderen Schwellenländern eine Zusage, die aber noch konkretisiert werden muss.

Lagarde erklärte: "Es gibt eine kleine Gruppe von sehr großen Ländern, die mitmachen, aber bei denen die Gesamthilfe nicht detailliert wurde, weil sie das bei sich zu Hause noch kommunizieren und bestätigen müssen. Das sind Länder wie Russland, Indien, China oder Brasilien."

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
galerie

Schäuble freute sich über die Stärkung des IWF.

Christine Lagarde
galerie

Dessen Chefin, Lagarde, lobte vor allem die Rolle Japans.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble begrüßte die Einigung auf eine Aufstockung der IWF-Mittel. Europa habe zuvor seine Hausaufgaben gemacht und sei bei der Vergrößerung des globalen Rettungsschirms vorausmarschiert.

Darstellung: