Das G vom Google-Logo | Bildquelle: AFP

20 Jahre Google Vom Weltverbesserer zur Datenkrake

Stand: 04.09.2018 08:22 Uhr

Seit 20 Jahren steht Google als Synonym für die Internetsuche. Aus dem Garagen-Startup ist inzwischen ein milliardenschwerer Konzern geworden, der auch Ängste und Sorgen auslöst.

Von Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles

Eigentlich hätte Google Rückenmassage - Back Rub - heißen sollen. Zum Glück haben sich seine beiden Gründer Sergey Brin und Larry Page anders entschieden. Der Name Google ist angelehnt an die mathematische Bezeichnung "Googol" - sie steht für eine Eins mit 100 Nullen.

Der Journalist Steven Levy hat 2011 die erste Google Biografie "In The Plex" geschrieben. Ende der 1990er-Jahre, so erzählt er, hätte die junge Internetwelt geglaubt, die Suche im Netz sei ausgereizt. Doch dann kam Google und es war ganz anders.

Aus der Garage zum Imperium - 20 Jahre Google
tagesschau 14:00 Uhr, 04.09.2018, A. Stiegler/S. Eckert, NDR

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Revolutionäre Suche, cleveres Anzeigenmodell

Google war kein von Menschenhand gepflegter Katalog mit Einträgen, sondern ein Roboter, der das Internet nach neuen Seiten durchforstet und automatisch ein Verzeichnis angelegt. Das Besondere: Die Suchmaschine beurteilt die Wichtigkeit einer Website, in dem es die Verbindungen - die Links untereinander - gewichtet, der sogenannte Page Rank.

Dennis Horn, WDR, zu Googles steilem Aufstieg
tagesschau24 11:00 Uhr, 04.09.2018

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Das erste Start-Kapital kam vom Sun-Microsystems-Mitgründer Andreas von Bechtolsheim - ein Scheck über 100.000 US-Dollar, erzählt Page. "Unsere Firma existierte damals nicht", erinnert er sich. "Wir konnten den Scheck anfangs erst gar nicht einlösen." Deshalb ließen Page und Brin am 4. September 1998 Google als Unternehmen registrieren.

Die Google-Gründer Sergey Brin (l.) und Larry Page (Archivbild vom 07.10.2004) | Bildquelle: dpa
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In einer Garage im Silicon Valley gründeten Sergey Brin (l.) und Larry Page die Firma Google. (Archivbild vom 07.10.2004)

Genauso clever war die Geschäftsidee des Startups, das in den ersten Wochen in einer Garage im Silicon Valley residierte: Neben den Suchtreffern gibt es kleine Werbeanzeigen, die thematisch zur Suche passen. Den Preis für die beste Anzeigenposition regelt ein automatisches Bieterverfahren. Damit ließ sich nicht nur schnell sondern auch viel Geld verdienen.

"Don't be evil"

Doch die Google-Gründer wollten sich von der Konkurrenz aus IBM, Microsoft oder Apple unterscheiden. Man wollte die Welt verbessern. Das inoffizielle Firmenmotto: Nicht böse sein - "Don't be evil". "Der Slogan war nützlich", erklärt Google-Biograf Levy. "Er half, ein Gespür für falsch und richtig zu entwickeln. Nicht nur für die Kunden, sondern auch die Mitarbeiter. Das haben die Gründer auch beim Börsengang betont. Sie seien bereit, auch auf Gewinne zu verzichten."

Heute ist alles anders: Wer auf dem Highway 101 aus Richtung San Francisco kommend gen Süden an Mountain View vorbeifährt, sieht ein Google-Gebäude nach dem anderen. Das ehemalige Startup ist ein milliardenschwerer Konzern. Er entwickelt selbstfahrende Autos, investiert in Bio-Technologie, die unser Leben verlängern soll, baut Thermostate und verkauft Android-Smart Phones.

Das Google-Logo auf dem Display eines Mobiltelefons. | Bildquelle: dpa
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Das Google-Betriebssystem Android ist auf dem Smartphone-Markt führend.

Gegenwind aus mehreren Richtungen

Politiker in den USA und Europa hinterfragen mittlerweile die Marktmacht des Konzerns. Zeitungsverlage sehen ihre Existenz bedroht, weil Google Nachrichtenschnipsel aus deren Onlineangeboten zeigt.

Schon zweimal verdonnerte die EU den Konzern zu Geldstrafen von 2,4 und 4,3 Milliarden Euro. Einmal wegen unfairen Verhaltens bei der Shopping-Suche und ein anderes Mal im Zusammenhang mit Android.

Doch die wichtigste Frage ist bis heute unbeantwortet und sie dürfte noch lange ein Geheimnis bleiben: Das ist die des Datenschutzes. Wieviel weiß Google wirklich über seine Nutzer? Bislang, so sagt Levy, sei das kalifornische Unternehmen mit einem blauen Auge davongekommen: "Das Blatt könnte sich wenden. Ich glaube nicht, dass man dort denkt, 'wow wir haben alles richtig gemacht'. Eher stoßen sie gerade einen Seufzer der Erleichterung aus, dass sie nicht unter Beobachtung stehen." 

20 Jahre Google
Marcus Schuler, ARD Los Angeles
04.09.2018 08:13 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. September 2018 um 11:00 Uhr.

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