Google-Suche auf Tablet | Bildquelle: dpa

Google-Mutterkonzern Alphabet EU-Strafe lässt Gewinn schrumpfen

Stand: 06.09.2017 12:19 Uhr

2,42 Milliarden Euro Strafe wegen Missbrauchs der Marktmacht - das ist selbst für die Google-Mutter Alphabet nicht leicht zu verkraften. Im jüngsten Quartal schrumpfte der Gewinn um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wirklich schlecht laufen die Geschäfte dennoch nicht.

Die milliardenschwere Rekordstrafe der EU-Kommission hat für einen Gewinneinbruch beim Google-Mutterkonzern Alphabet gesorgt. Im abgelaufenen Quartal brach der Überschuss verglichen mit dem Vorjahr um 28 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar ein, wie das Internet-Unternehmen nach Börsenschluss mitteilte.

Der Umsatz stieg jedoch unter anderem dank eines boomenden Werbegeschäfts auf Smartphones und Tablets um 21 Prozent auf 26 Milliarden Dollar. Zudem zahlte sich auch der Fokus auf die Video-Tochter YouTube aus. Dem US-Unternehmen gelang es laut Experten zuletzt immer mehr, großen Fernsehsendern Werbekunden abspenstig zu machen.

Anleger enttäuscht

Dennoch reagierten Anleger enttäuscht. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um rund drei Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf hatte der Kurs allerdings auch schon um mehr als 26 Prozent zugelegt.

Die EU-Kommission hatte Google im Juni mit der mit Abstand höchsten Geldbuße gegen ein einzelnes Unternehmen wegen Missbrauchs seiner Marktmacht belegt. Der US-Internetkonzern muss 2,42 Milliarden Euro Strafe zahlen, weil er seine marktbeherrschende Stellung mit seinem Preisvergleichsdienst missbraucht haben soll.

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