Google-Logo | Bildquelle: REUTERS

Vorwurf der Monopolbildung US-Regierung verklagt Google

Stand: 20.10.2020 17:15 Uhr

Es könnte sich um das größte kartellrechtliche Verfahren in den USA seit Jahrzehnten handeln: Die Regierung wirft dem Suchmaschinenbetreiber Google vor, seine Marktmacht missbraucht und Konkurrenten benachteiligt zu haben.

Die US-Regierung verklagt den Internetriesen Google wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht. Das Justizministerium und elf US-Bundesstaaten werfen dem Suchmaschinenbetreiber Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vor, wie mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Gerichtsunterlagen berichten. Die Klage werde noch am Dienstag eingereicht.

Es könnte sich um das größte kartellrechtliche Verfahren in den USA seit Jahrzehnten handeln. Konkret soll das Tochterunternehmen des Internetkonzerns Alphabet bei Suchergebnissen und im Werbegeschäft Konkurrenten benachteiligt haben. Google selbst wollte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

"Wichtigstes Kartellverfahren einer ganzen Generation"

In den USA werden seit mehr als einem Jahr Kartellermittlungen gegen Google geführt. Die Europäische Union hatte bereits im vergangenen Jahr eine milliardenschwere Strafe gegen das Unternehmen verhängt, weil es Konkurrenten benachteiligt habe.

Die Kritik an Google spielt auch im US-Präsidentschaftswahlkampf eine Rolle. Sowohl die Republikaner als auch die Demokraten fordern ein härteres Vorgehen gegen das Unternehmen. Der republikanische Senator Josh Hawley bezeichnete die Klage als "wichtigstes Kartellverfahren einer ganzen Generation". Senatorin Elizabeth Warren von den Demokraten hatte ein "rasches, energisches Vorgehen" gegen Google gefordert.

USA leiten Kartellverfahren gegen Google ein
Marcus Schuler, ARD Los Angeles
20.10.2020 19:50 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Oktober 2020 um 17:00 Uhr.

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