Herbstprognose zum Wirtschaftswachstum

Herbstprognose zur Konjunkturentwicklung Regierung glaubt an Rekordwachstum

Stand: 21.10.2010 10:57 Uhr

Die deutsche Wirtschaft wird laut Schätzungen der Bundesregierung in diesem Jahr um 3,4 Prozent wachsen. Damit wäre die Rekordmarke aus dem Jahr 2006 eingestellt, als das bislang stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung verzeichnet wurde. "Deutschland ist ein Aufschwungland", sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. "Ein Wachstum wie dieses Jahr hat es seit dem Wiedervereinigungsboom bisher nur einmal gegeben", erklärte er bei der Vorstellung der neuen Schätzung in Berlin.

2011 schwächt sich der Aufschwung ab

Mit ihrer neuen Konjunkturprognose bleibt die Bundesregierung knapp hinter dem Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute zurück. Diese hatte für das laufenden Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,5 Prozent vorausgesagt. Für das kommende Jahr rechnet die Bundesregierung damit, dass sich der Aufschwung deutlich abschwächt. Die Wirtschaftsleistung werde voraussichtlich um 1,8 Prozent zulegen. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für 2011 von einem Wachstum um 2,0 Prozent aus.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle
galerie

"Die Einkommen stimmen, die Arbeitsplätze sind sicher." - Wirtschaftsminister Brüderle.

Als Folge des anhaltenden Aufschwungs wird laut der Regierungsprognose die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr um 190.000 auf 3,2 Millionen sinken. Im Jahresdurchschnitt sei mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahl um 290.000 Personen auf 2,9 Millionen zu rechnen. "Es sind derzeit deutlich mehr Menschen beschäftigt als während oder sogar vor der Krise", sagte Brüderle.

Binnennachfrage wird Stütze des Wachstums

Auch dank der sinkenden Arbeitslosenzahlen wird der private Verbrauch laut Bundesregierung in den kommenden Monaten den Aufschwung stützen. Bis zum Jahresende sei "tendenziell mit einer schwächeren Entwicklung der Exporttätigkeit zu rechnen als noch im ersten Halbjahr", schrieb das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht. Die Binnennachfrage werde zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Deutsche Wirtschaft wächst viel stärker als erwartet
tagesthemen, 22:15 Uhr, 21.10.2010, Markus Spieker, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

In der neuen Prognose korrigierte die Bundesregierung ihre Wachstumserwartungen vom Frühjahr deutlich nach oben. Damals hatte sie noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent in diesem und 1,6 Prozent im kommenden Jahr gerechnet.

Mehr Steuereinnahmen als erwartet

Weil die Konjunkturprognose der Bundesregierung auch die Grundlage für die neue Steuerschätzung im November bildet, ist schon jetzt klar, dass sich die Steuereinnahmen besser entwickeln als im Mai vorhergesagt. Für den Zeitraum Januar bis September ergibt sich laut Bundesfinanzministerium zwar mit Einnahmen von 351,7 Milliarden Euro ein kleines Minus gegenüber dem Vorjahr von 0,3 Prozent. Damit liegen die Einbußen aber deutlich unter den bisherigen Schätzungen, die für das gesamte Jahr 2010 einen Rückgang bei den Steuereinnahmen von 2,6 Prozent vorhergesagt hatten.

Auch in den Kassen der Städte und Gemeinden macht sich der Wirtschaftsaufschwung offenbar bemerkbar. Im dritten Quartal übertrafen die Gewerbesteuer-Einnahmen laut einer Umfrage des Deutschen Städtetages unter 100 größeren Städten das Niveau des Vorjahreszeitraums um rund 34 Prozent.

Darstellung: