Stellenabbau bei der spanischen Fluggesellschaft Iberia "Iberia kämpft ums Überleben"

Stand: 09.11.2012 11:50 Uhr

Die spanische Fluggesellschaft Iberia will bis Ende kommenden Jahres 4500 Stellen streichen. Nur so könnten die übrigen 15.500 Arbeitsplätze gerettet werden, erklärte Unternehmenschef Rafael Sánchez-Lozano. "Iberia kämpft ums Überleben." Weiterhin plant die Fluggesellschaft, sich auf die einträglichsten Verbindungen zu beschränken. Sie will ihre Flotte um 25 Maschinen verkleinern.

Iberia-Flugzeuge
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Bis Ende Januar 2013 sollen die Gewerkschaften dem Sparplan zustimmen. Andernfalls könnten nur "noch härtere Einschnitte" das Überleben der Airline sichern, warnte der Mutterkonzern, International Airlines Group. Die IAG bekommt nach eigenen Angaben die Probleme von Iberia zu spüren. Unter dem Strich stand Ende September ein Minus von 39 Million Euro.

Iberia leide zwar unter der Krise in Spanien und der Eurozone, teilte die IAG mit, ihre Probleme seien jedoch weit vor der aktuellen Krise intern entstanden. "Iberia muss modernisiert werden und sich an das neue wettbewerbsorientierte Umfeld anpassen, da ihre Grundkosten deutlich höher liegen als die ihrer Konkurrenten in Spanien und Lateinamerika", sagte Sánchez-Lozano. Derzeit verbrenne die Fluggesellschaft täglich 1,7 Million Euro.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 9. November 2012 um 13:30 Uhr.

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