Man hält iranische Rial in der Hand | Bildquelle: AFP

Neuer Währungsplan Iran bereitet sich auf US-Sanktionen vor

Stand: 06.08.2018 05:05 Uhr

Die neuen US-Sanktionen könnten die Iraner hart treffen, schon jetzt leiden sie unter Wähunrgsverfall und Preiserhöhungen. Nun legt die Regierung einen Währungsplan vor, um die Lage zu entschärfen.

Der Iran wappnet sich mit einem neuen Währungsplan gegen die bevorstehenden US-Sanktionen und ihre Folgen für Wirtschaft und Bevölkerung. Um den seit Wochen anhaltenden Verfall der Landeswährung Rial zu stoppen, würden viele Bestimmungen gelockert, berichtete das staatliche Fernsehen.

So solle es keine Beschränkung mehr dafür geben, Gold und Devisen ins Land zu bringen. Ein Verbot für Wechselstuben, harte Währungen zu schwankenden Kursen zu verkaufen, solle aufgehoben werden. Exporteuren werde es erlaubt, Devisen an Importeure zu freien Kursen zu verkaufen. Zudem würden niedrige Preise für grundlegende Güter und Medikamente garantiert.

Unruhen im Iran aufgrund steigender Lebensmittelpreise
tagesthemen 23:35 Uhr, 05.08.2018, Natalie Amiri, ARD Istanbul

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Am Montagabend hält Präsident Hassan Rouhani im iranischen Staatsfernsehen eine Rede zur wirtschaftlichen Lage und zu den Aussagen von US-Präsident Donald Trump.

Lage verschlechtert sich, Wut steigt

Die USA hatten im Mai das 2015 mit dem Iran geschlossene Atomabkommen einseitig aufgekündigt und gedroht, wieder Sanktionen gegen das Land zu verhängen. Diese sollen Anfang der Woche in Kraft treten. Iran ist es demnach erneut verboten, US-Dollar zu erwerben. Washington will zudem den Handel mit Gold und anderen Edelmetallen unterbinden, ebenso den mit bestimmten Rohstoffen, Metallen und Industriesoftware. Der wirtschaftliche Druck, der so entsteht, soll das Regime in Teheran unter anderem dazu zwingen, sich aus den Konflikten im Nahen Ost, - vor allem in Syrien, im Libanon und im Gaza-Streifen -, herauszuhalten.

Allerdings hatte Trump kürzlich auch Gespräche ohne Vorbedingungen angeboten. Auch Außenminister Mike Pompeo betonte, dass Verhandlungen nicht ausgeschlossen seien.

Angesichts der erwarteten US-Strafmaßnahmen verlor die iranische Währung Rial seit April die Hälfte ihres Wertes. Unternehmen und Sparer kauften Devisen, um sich auf die Sanktionen vorzubereiten. Das Wirtschaftswachstum schwächelt, die Arbeitslosigkeit und die Inflation steigen.

Seit Anfang des Jahres kommt es immer wieder zu Demonstrationen gegen gestiegene Preise, Wassermangel, Stromsperrungen und Korruption. In den vergangenen Tagen kam es in mehreren Städten auch zu Protesten gegen die Führung.

Zeitung mit Bild von Trump auf dem Cover | Bildquelle: AFP
galerie

Trumps Ankündigung, die Sanktionen wieder zu aktivieren, ließ die iranische Währung verfallen.

Zentralbankgouverneur festgenommen

Nun wurde der Chef der für Währungsgeschäfte zuständigen Abteilung der Zentralbank, Ahmad Araghchi, festgenommen. Zuvor war er von seinem Posten entlassen worden.

Araghchi sei zusammen mit einem Regierungsmitarbeiter, vier Spekulanten und weiteren Verdächtigen festgesetzt worden, erklärte die iranische Justiz laut einem Bericht des staatlichen Sender Irib. Was Araghchi vorgeworfen wird, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Beobachter werten dies als Versuch, Sündenböcke für die schwierige finanzielle Lage zu finden.

US-Sanktionen treten wieder in Kraft
Sebastian Hesse, ARD Washington
06.08.2018 06:26 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. August 2018 um 01:54 Uhr.

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