Eine italienische Flagge hängt an einem Balkon neben zum Trocknen aufgehängter Wäsche.  | Bildquelle: dpa

Folgen der Corona-Krise Italiens Kreditwürdigkeit herabgestuft

Stand: 29.04.2020 07:29 Uhr

Knapp über dem Ramschniveau - so hat die Ratingagentur Fitch Italiens Kreditwürdigkeit eingestuft. Grund ist die Corona-Pandemie. Die Regierung in Rom beteuerte die solide Wirtschaftslage.

Die Ratingagentur Fitch hat wegen der Coronavirus-Epidemie ihre Bonitätsnote für Italien von "BBB" auf "BBB-" gesenkt. Der Ausblick sei dabei "stabil", teilte die US-Agentur nach US-Börsenschluss mit.

Die Kreditwürdigkeit Italiens liegt damit nur noch eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau. Fitch sieht Italien also nur noch knapp über der Schwelle zu den Staaten, deren Anleihen als riskant bewertet werden. Der Euro gab nach der Fitch-Veröffentlichung zum Dollar nach.

Italienische Regierung beteuert Solidität

Das italienische Finanzministerium beteuerte, die Fundamente der italienischen Wirtschaft und Staatsfinanzen seien weiterhin "solide". Die italienische Regierung rechnet allerdings mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um acht Prozent. Sie hat bereits eine Reihe von Maßnahmen zur Ankurbelung des Wachstums auf den Weg gebracht.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich in der vergangenen Woche bei einem Video-Gipfel auf gemeinsame Finanzhilfen gegen die Krise verständigt - als ersten Schritt auf ein Rettungspaket von 500 Milliarden Euro. Italien hatte allerdings angekündigt, 39 Milliarden Euro aus dem Paket nicht annehmen zu wollen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 29. April 2020 um 07:21 Uhr.

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