Das Logo des Internationalen Währungsfonds (IWF) an dessen Hauptsitz in Washington. | Bildquelle: dpa

IWF-Chefposten Da waren es nur noch zwei

Stand: 02.08.2019 18:47 Uhr

Die Entscheidung für den Chefposten des Internationalen Währungsfonds fällt zwischen zwei Kandidaten: dem früheren Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und der bulgarischen Vize-Weltbankchefin Georgiewa.

Jeroen Dijsselbloem | Bildquelle: AFP
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Jeroen Dijsselbloem....

Kristina Georgiewa | Bildquelle: AFP
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... und Kristalina Georgiewa bewerben sich um den Posten.

Im EU-Rennen um den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) sind noch zwei Kandidaten übrig: der frühere Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem aus den Niederlanden und die bulgarische Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgiewa.

Zuvor hatte der dritte Bewerber, der finnische Zentralbankchef Olli Rehn, seine Kandidatur zurückgezogen. Auch die beiden südeuropäischen Bewerber waren ausgestiegen: der portugiesische Eurogruppen-Chef Mario Centeno und die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calviño. Die Eurogruppe vereint die Finanzminister der 19 Euro-Länder und ist ein mächtiges Brüsseler Gremium.

Frankreich organisiert Kandidatenkür

IWF-Chefin Christine Lagarde | Bildquelle: dpa
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Die aktuelle IWF-Chefin Lagarde wechselt an die EZB-Spitze.

Frankreich war beauftragt worden, die Kandidatenkür zu leiten. Es geht um die Nachfolge der Französin Christine Lagarde, die an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) wechseln soll. Die Führung des Weltwährungsfonds mit Sitz in Washington ist traditionell in europäischer Hand.

Erklärtes Ziel der Europäer war es, einen gemeinsamen Kandidaten zu präsentieren, der weitreichende Erfahrungen auf dem Gebiet der internationalen Finanzbeziehungen hat.

Der IWF wurde gemeinsam mit der Weltbank zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gegründet. Er soll als weltweites Gremium darüber wachen, dass keine großen Währungsturbulenzen entstehen und zu politischen Unwägbarkeiten führen. Unter anderem vergibt er Kredite an überschuldete und in Zahlungsschwierigkeiten geratene Staaten. 189 Mitgliedstaaten gehören der Organisation an.

Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hält eine Rede zur Lage der Weltwirtschaft. | Bildquelle: dpa
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Christine Lagarde, bisherige Direktorin des IWF, ist für den Chefposten der EZB nominiert.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. August 2019 um 13:44 Uhr.

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