Jack Ma  | Bildquelle: AFP

Chinesischer Online-Händler Alibaba-Gründer Ma macht Weg frei

Stand: 08.09.2018 17:36 Uhr

Der reichste Mann Chinas will einer neuen Führungsgeneration bei Alibaba den Weg bereiten. Seinen Chefposten will er deswegen aber nicht räumen.

Jack Ma, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender des chinesischen Online-Händlers Alibaba und zugleich reichster Mann Chinas, hat angekündigt, einer neuen Führungsgeneration den Weg bereiten zu wollen. Den Vorstandsposten werde er aber behalten, berichtet die South China Morning Post unter Berufung auf einen Firmensprecher.

Einzelheiten wolle er am Montag verkünden. Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, Ma wolle sich aus dem Unternehmen zurückziehen.

Ma hatte Alibaba 1999 in seiner Wohnung in Hangzhou gegründet und zur erfolgreichsten chinesischen Handelsplattform gemacht. In den Jahren danach entwickelte sich das Unternehmen zu einem der weltweit größten Online-Händler, vor allem mit Kerngeschäften wie Alibaba.com, TMall und Taobao, Chinas größtem Online-Markt.

576 Millionen aktive Nutzer

Alibaba hat 576 Millionen aktive Nutzer in seinen chinesischen Handelsplattformen. Nach der im August veröffentlichten Quartalsbilanz stiegen die Erlöse im Handelsgeschäft um 61 Prozent auf 69,2 Milliarden Yuan. Bei Cloud-Diensten konnte Alibaba die Erlöse mit 4,7 Milliarden Yuan fast verdoppeln, im Geschäft mit digitalen Medien wuchs der Umsatz um 46 Prozent auf knapp sechs Milliarden Yuan.

Alibaba-Gründer Jack Ma
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Jack Ma und sein Unternehmen sind auch erfolgreich an der Börse. (Archivbild)

Firmen-Mitbegründer Ma gilt nach Angaben des Blattes mit einem geschätzten Vermögen von 40 Milliarden Dollar (rund 34,3 Mrd. Euro) als reichster Mann Chinas. Alibaba selbst wird nach Angaben der "New York Times" auf einen Wert von 420 Milliarden Dollar (361 Mrd. Euro) geschätzt.

Gut ausgebautes Logistiknetzwerk

Der Erfolg des Unternehmens basiert auf hohen Investitionen in Logistiknetzwerke, um Waren innerhalb Chinas auszuliefern. Dazu kam das eigene Bezahlsystem Ant Financial, ursprünglich Alipay. Das Wachstum des Unternehmens war nicht immer einfach. Unter anderem gab es Ärger mit chinesischen Behörden wegen des Verkaufs gefälschter Waren. Auch die USA setzten Alibaba in den Jahren 2016 und 2017 wegen gefälschter Markenwaren auf die schwarze Liste.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 08. September 2018 um 08:00 Uhr.

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