Ein Mitarbeiter prüft den Lack einer Karosserie eines Porsche Macans in der Lackiererei im Werk Leipzig. | Bildquelle: dpa

Aussichten für 2020 Altmaier senkt Konjunkturprognose

Stand: 17.10.2019 14:41 Uhr

Die deutsche Wirtschaft bekommt den schwächeren Welthandel zu spüren: Bundeswirtschaftsminister Altmaier senkte die Konjunkturprognose für 2020. Eine Krise drohe aber nicht.

Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für 2020 deutlich gesenkt. Grund ist vor allem der schwächere Welthandel. Erwartet wird nun noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 Prozent, wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin sagte.

Im April hatte die Regierung noch ein Plus von 1,5 Prozent vorhergesagt. Es drohe aber keine Konjunkturkrise, sagte Altmaier. Für das laufende Jahr bleibt die Prognose unverändert: Die Regierung und die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten ein Wachstum von 0,5 Prozent.

Handelskonflikte und Brexit belasten

2018 war das Bruttoinlandsprodukt noch um 1,4 Prozent gestiegen. Vor allem die exportstarke deutsche Industrie wird von internationalen Handelskonflikten und Unklarheit rund um den Brexit belastet. Dadurch gibt es weniger Investitionen. Vor allem deutsche Schlüsselbranchen wie der Auto- und Maschinenbau sowie die Elektro- und Chemieindustrie bekommen das zu spüren.

Die Binnennachfrage sei allerdings weiterhin intakt, sagte Altmaier. "Beschäftigung und Einkommen steigen und der Bausektor ist weiter in Hochkonjunktur." Durch eine Entlastung der Arbeitnehmer bei Steuern und Sozialabgaben bleibe den Menschen mehr von ihren Löhnen. Bis Ende 2020 werde die Zahl der Erwerbstätigen auf 45,4 Millionen steigen.

Wirtschaftsminister will Konjunktur anschieben

Altmaier bekräftigte, er wolle mit seinen Vorschlägen für Mittelstand und Industrie Unternehmen stärken und die Konjunktur somit anschieben. "Wir brauchen jetzt Wachstumspolitik mit Steuerentlastungen und Bürokratieabbau, marktwirtschaftlichen Lösungen bei der Energiewende, Investitionen in Zukunftstechnologien und mehr Anstrengungen im Bereich der Digitalisierung."

Wirtschaftsprognose der Bundesregierung: Keine guten Aussichten
David Zajonz, ARD Berlin
17.10.2019 15:47 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Oktober 2019 um 15:00 Uhr.

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