Ein Lufthansa-Airbus landet in Hamburg.

Einigung im Tarifkonflikt Mehr Lohn für Lufthansa-Flugbegleiter

Stand: 05.07.2016 16:38 Uhr

Nach jahrelangen Tarifverhandlungen haben sich die Gewerkschaft UFO und die Lufthansa auf eine Lohnerhöhung für die 19.000 Flugbegleiter der Airline geeinigt. Bis Mitte 2019 sollen die Gehälter um insgesamt 5,5 Prozent steigen. Dafür spart die Lufthansa bei der Rente.

Die 19.000 Flugbegleiter der Lufthansa kriegen 5,5 Prozent mehr Gehalt. Darauf haben sich die Gewerkschaft UFO und die Fluggesellschaft nach einem halben Jahr umfangreicher Schlichtungsverhandlungen geeinigt. Die Löhne sollen über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren steigen.

Der Abschluss gelte rückwirkend von Anfang des Jahres bis Mitte 2019. Zusätzlich erhielten die Mitarbeiter noch einmalig 3000 Euro sowie eine Gewinnbeteiligung. Bis zum Jahr 2021 gilt ferner eine Beschäftigungsgarantie für alle 19.000 Flugbegleiter der Lufthansa. Außerdem hat das Unternehmen zugesagt, seine Flugzeuge bis 2023 nicht mit Fremdpersonal zu besetzen.

Esther Neumeier, RBB, zur Tarifeinigung für Flugbegleiter der Lufthansa
tagesschau 15:00 Uhr, 05.07.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Systemwechsel bei der Rente

Gleichzeitig garantiert die Lufthansa dem Kabinenpersonal nicht mehr eine konkrete Rentenhöhe, sondern die Zahlung eines festen Arbeitgeberbeitrags. Grundsätzlich geht das Zinsrisiko dabei auf die Mitarbeiter über. Die Lufthansa hatte den Systemwechsel seit langem gefordert. Er allein entlastet die Bilanz der Fluglinie laut Angaben eines Verhandlungs-Insiders um 70 Millionen Euro im Jahr.

Im Gegenzug habe die UFO zahlreiche Verbesserungen in der Absicherung der Mitarbeiter und der Aufstiegsmöglichkeiten erreicht. So könnten neue Flugbegleiter von Lufthansa-Töchtern wie Cityline oder Eurowings zur Stammlinie selbst wechseln.

Flugbegleiter soll 18-monatige Ausbildung absolvieren

Aus dem viermonatigen Anlernjob Flugbegleiter soll ein Ausbildungsberuf auf Bachelor-Niveau entwickelt werden. Die höheren Entgeltstufen für Flugbegleiter mit mindestens 2150 Euro monatlichem Grundgehalt kann künftig nur noch erreichen, wer die 18-monatige Ausbildung absolviert.

UFO hatte der Lufthansa voriges Jahr den längsten Streik ihrer Geschichte geliefert. Insgesamt erstreckte sich der Tarifkonflikt über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Vermittlungsgespräche unter Leitung des früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck liefen seit Anfang 2016. Auf Drängen Platzecks gaben sich die Partner Spielregeln für den künftigen Umgang miteinander. Wichtigster Punkt ist neben regelmäßigen Treffen die verbindliche Schlichtung vor einem unbefristeten Streik.

Die UFO-Mitglieder müssen dem Tarifabschluss bis zum 10. August in einer Urabstimmung zustimmen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Juli 2016 um 15:00 Uhr.

Darstellung: