Max-Bahr und Bauhaus

Insolvente Baumarktkette Bauhaus kauft 22 Max-Bahr-Märkte

Stand: 29.11.2013 09:12 Uhr

Die Mannheimer Baumarktkette Bauhaus übernimmt einen Teil der Filialen des insolventen Konkurrenten Max Bahr. 22 Filialen seien bereits erworben, über zwei weitere Standorte werde derzeit noch verhandelt, teilte das Unternehmen mit. 1300 Beschäftigte von Max Bahr, die in den Märkten arbeiten, sollen Arbeitsplätze bei Bauhaus angeboten werden.

Die Max-Bahr-Filialen, die Bauhaus übernehmen will, sind unter anderem in Hamburg, Berlin, Bremen, Cottbus, Gera, Kiel, Karlsruhe, Koblenz, Augsburg, Mainz und Nürnberg. Bauhaus hatte bereits einzelne Filialen der ebenfalls insolventen Baumarktkette Praktiker übernommen. Max Bahr ist Teil des Praktiker-Konzerns und beschäftigt 3600 Menschen.

Am Mittwoch war die Übernahme eines Großteils der Max-Bahr-Märkte durch den saarländischen Supermarkt-Konzern Globus gescheitert. Das Geschäft platzte wegen Unstimmigkeiten mit dem ebenfalls insolventen Immobilienfonds Moor Park, dem die meisten der 73 Max-Bahr-Märkte gehören. Globus wollte 66 Filialen kaufen.

"Ein erster Meilenstein"

Moor-Park-Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann erklärte, der Verkauf der 22 Filialen an Bauhaus sei "ein erster Meilenstein in Richtung des von uns angestrebten Erhalts eines großen Teils der Arbeitsplätze" bei Max Bahr. Am Verkauf weiterer Standorte werde gearbeitet. Eine Gesamtlösung für Max Bahr, die den Verkauf aller oder eines Großteils der Filialen an einen Investor bedeutet hätte, sei jedoch "nicht mehr umsetzbar" gewesen.

Erst Mitte November war eine Übernahme von Max Bahr durch die Dortmunder Hellweg-Gruppe geplatzt. Max Bahr war mit dem Baumarktkonzern Praktiker in die Pleite gerissen worden. Die vor allem im Norden Deutschlands vertretene Kette war 2007 von der Gründer-Familie Möhrle an die börsennotierte Praktiker AG verkauft worden - die Immobilien hatte Praktiker aber nicht mit übernommen.

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