Mosambik nach Idai (Archivbild) | Bildquelle: AP

Erste Jahreshälfte Weniger Schäden durch Naturkatastrophen

Stand: 30.07.2019 13:47 Uhr

Die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen sind im ersten Halbjahr 2019 gering ausgefallen: Der finanzielle Verlust lag weit unter dem langjährigen Mittel, meldet ein Versicherer. Eine Entwarnung ist das nicht.

Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden infolge von Naturkatastrophen ist in der ersten Jahreshälfte erheblich niedriger ausgefallen als im langjährigen Durchschnitt. Wie die Rückversicherungsgesellschaft Munich Re mitteilt, betrage die weltweite Bilanz von Januar bis Ende Juni 42 Milliarden US-Dollar - der langjährige Vergleichswert liegt mit 92 Milliarden US-Dollar mehr als doppelt so hoch. Versichert gewesen sei demnach nur ein Drittel der Gesamtschadenssumme.

Seit mehreren Jahrzehnten dokumentiert Munich Re die Naturkatastrophen in der gesamten Welt, da die Höhe der entstandenen Schäden durch Zerstörungen für die Versicherungsbranche von großer Bedeutung ist. Die glimpfliche Bilanz des ersten Halbjahres sei aber kein Indiz für ein unglücksarmes Jahr 2019: "Eine Vorhersage der Schäden für das zweite Halbjahr ist nicht möglich", sagte der Chef-Geowissenschaftler der Firma, Ernst Rauch.

Schwere Schäden durch Zyklon "Idai" und US-Tornados

In der Vergangenheit fielen die meisten Kosten für Versicherer oft in der zweiten Jahreshälfte an. "Der Grund ist realtiv einfach: Im zweiten Halbjahr treten zumeist die typischen Naturgefahren auf, die die Schadenbilanz sehr oft massiv nach oben treiben", sagte Rauch dazu.

Ungeachtet der glimpflichen Globalbilanz haben Unwetter und Naturereignisse einzelne Weltregionen in diesem Jahr bereits schwer getroffen. Durch den Zyklon "Idai", der im März über Mosambique und das südliche Afrika hinwegfegte, kamen mehr als 1000 Menschen ums Leben.

Die USA wurden Ende Mai von einer Wirbelsturm- und Unwetterserie überzogen, die Schäden von 3,3 Milliarden US-Dollar anrichtete.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 30. Juli 2019 um 14:47 Uhr.

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