Dokumente des Handelsabkommens USMCA | Bildquelle: JIM LO SCALZO/EPA-EFE/REX

Handelsabkommen in Nordamerika USMCA passiert US-Repräsentantenhaus

Stand: 19.12.2019 23:12 Uhr

Das US-Repräsentantenhaus hat das neue nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA gebilligt. Es soll den Warenverkehr zwischen Mexiko, Kanada und den USA neu regeln.

Nach zähen Verhandlungen hat das US-Repräsentantenhaus das überarbeitete Freihandelsabkommen für Nordamerika gebilligt. Die Kongresskammer stimmte mit großer Mehrheit für das Paket. Die Zustimmung der anderen Kammer, des US-Senats, steht noch aus.

Das USMCA genannte Abkommen für die USA, Mexiko und Kanada wird den 1994 abgeschlossenen nordamerikanischen Freihandelspakt NAFTA ablösen. Das Abkommen betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Gesamtwirtschaftsleistung von umgerechnet rund 21 Billionen Euro ab. Die Partnerländer tauschten 2018 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 1,2 Billionen Euro aus.

Neue Regeln für Autos und Digital-Produkte

Das Handelsabkommen baut in großen Teil auf NAFTA auf, sieht aber unter anderem neue Regelungen für die Autoindustrie vor, gewährt US-Farmern besseren Zugang zu den Märkten in den Nachbarländern und umfasst Vorschriften für den Schutz geistigen Eigentums und den Handel im Bereich Digitales. Letzteres spielte vor 25 Jahren noch kaum eine Rolle. Nun gilt zum Beispiel, dass elektronisch vertriebene Bücher, Musik, Spiele und Software zollfrei gehandelt werden dürfen.

Die Staats- und Regierungschefs der drei Länder hatten den USMCA-Vertrag ursprünglich Ende vergangenen Jahres am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires unterzeichnet. Mexiko hatte das Abkommen als erstes der drei Länder ratifiziert. In den USA sperrten sich die Demokraten, die im Repräsentantenhaus die Mehrheit haben, jedoch lange gegen eine Ratifizierung, weil sie Nachbesserungsbedarf sahen.

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