Porsche Fertigungsstraße | Bildquelle: dpa

Halbjahresbilanz Porsche schreibt rote Zahlen

Stand: 10.08.2020 13:23 Uhr

Der Milliardenverlust bei VW hat auch Auswirkungen auf Porsche. Der Autobauer meldete Verluste in dreistelliger Millionenhöhe, hofft aber auf ein positives Jahresergebnis. Doch die Prognose ist ungewiss.

Der Milliardenverlust bei Volkswagen sorgt auch bei der Dachgesellschaft Porsche SE für rote Zahlen. Das Ergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr sackte von 2,38 Milliarden Euro im Vorjahr auf minus 329 Millionen Euro ab, wie die Holding in Stuttgart mitteilte.

Eine Prognose zum Gesamtjahr traut sich der Konzern angesichts der ungewissen weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie nicht zu. Man erwarte allerdings am Jahresende ein positives Ergebnis, hieß es.

Gut eine Milliarde Euro Verlust bei VW

Die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte Porsche SE (PSE) hält gut 53 Prozent der Stammaktien von Volkswagen. Die PSE hatte ihren Anteil im Frühjahr noch einmal leicht erhöht. Zwar gibt es noch einige weitere Beteiligungen, das Geschäft hängt aber zum allergrößten Teil an der Entwicklung des VW-Konzerns, der im ersten Halbjahr gut eine Milliarde Euro Verlust eingefahren hatte.

Genau wie VW plant auch die PSE, die Dividende für das Jahr 2019 zu kürzen. Je Vorzugsaktie sollen nun nur noch 2,21 Euro ausgeschüttet werden, für jede Stammaktie soll es rund 2,20 Euro geben. Das wären jeweils 90 Cent weniger als ursprünglich geplant. Sämtliche Stammaktien werden von den Familien Porsche und Piëch gehalten. Alle übrigen Aktionäre haben mit ihren Vorzugsaktien kein Stimmrecht, bekommen dafür im Gegenzug aber eine geringfügig höhere Dividende.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 in der Wirtschaft am 10. August 2020 um 15:30 Uhr.

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