Stromleitung | Bildquelle: AP

Innogy-Übernahme E.ON und RWE wollen keine Kündigungen

Stand: 13.03.2018 14:03 Uhr

E.ON und RWE haben Details zur Aufteilung ihrer Geschäftsfelder vorgestellt. Zwar werden durch den Innogy-Deal bei E.ON 5000 Jobs wegfallen - betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben.

Die Energiekonzerne RWE und E.ON wollen bei ihrem Tauschgeschäft von Betriebsteilen ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. E.ON-Chef Johannes Teyssen zeigte sich "optimistisch", dass das gelinge, festlegen wollte er sich aber nicht. RWE-Chef Rolf Martin Schmitz sagte hingegen, es sei "klar", dass es bei RWE durch die Transaktionen keinen Personalabbau geben werde.

Die Vorstände und Aufsichtsräte der beiden Konzerne haben sich darauf verständigt, die RWE-Tochter Innogy unter sich aufzuspalten. RWE soll das Geschäft mit den Erneuerbaren Energien bekommen, E.ON die Netze. Zusätzlich will E.ON seine Energieproduktion an RWE abgeben. Von den nach Abschluss 70.000 Arbeitsplätzen bei E.ON sollen nach eigenen Angaben 5000 wegfallen.

Versorger wollen Energiestandort Deutschland stärken

Die beiden größten deutschen Versorger sehen in der geplanten Aufteilung eine Stärkung des Energiestandorts Deutschland. Sie wollen sich künftig keine Konkurrenz mehr machen. E.ON will keinen Strom mehr produzieren und sich ganz auf die Energienetze und den Stromverkauf an die Endkunden konzentrieren. Unter dem Dach von RWE sollen die gesamten erneuerbaren Energien zusammengeführt werden. RWE betreibt bisher nur konventionelle Kraftwerke.

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Noch nicht endgültig abgesegnet

Als Teil des Deals der beiden Energiegiganten erhält RWE 16,67 Prozent der Anteile von E.ON. Dafür zahlt RWE 1,5 Milliarden Euro. Der Konzern darf diesen Anteil weder ausbauen noch an Wettbewerber verkaufen. E.ON erwartet durch den Deal ab 2022 Einsparungen von 600 bis 800 Millionen Euro jährlich.

Für das Tauschgeschäft stehen allerdings noch Genehmigungen der Finanzaufsicht Bafin sowie nationaler und europäischer Kartellbehörden aus. RWE-Finanzvorstand Krebber rechnet damit, dass die Transaktionen bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein werden.

Über dieses Thema berichteten am 13. März 2018 die tagesschau um 12:00 Uhr sowie tagesschau24 um 12:30 Uhr und 15:30 Uhr in der Wirtschaft.

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