Ein Flugzeug von Ryanair auf der Rollbahn in Dublin | Bildquelle: AFP

Angedrohte Streiks Ryanair streicht 150 Flüge

Stand: 12.09.2018 03:57 Uhr

Aufgrund des angekündigten Streiks streicht Ryanair heute 150 von 400 Flügen in Deutschland. Die Kunden würden entschädigt, kündigte die Firma an. Zugleich droht Ryanair mit Stellenabbau.

Ryanair streicht heute 150 von 400 Flügen von und nach Deutschland wegen des angedrohten Streiks. Die betroffenen Kunden würden umgehend informiert und entschädigt, kündigte Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs am Vortag an.

Das Unternehmen will Informationen zu Ausfällen per Mail und SMS verbreiten, hieß es. Kunden könnten zudem ihre Verbindungen kostenfrei auf die Tage Donnerstag bis Sonntag umbuchen.

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat die rund 400 in Deutschland stationierten Kapitäne und Co-Piloten der irischen Billigfluggesellschaft aufgerufen, im Zeitraum von 3:01 Uhr morgens bis zum nächsten Tag um 02:59 Uhr die Arbeit niederzulegen.

Wie beim ersten Arbeitskampf Mitte August geht es erneut um die Gehälter und Arbeitsbedingungen der bislang ohne Tarifvertrag fliegenden Piloten des größten Billigfliegers in Europa. Parallel rief die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die rund 1000 Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland ebenfalls für heute zum Streik auf.

Stellenabbau angedroht

Die Fluggesellschaft Ryanair hält die angekündigten Streiks ihres fliegenden Personals für nicht gerechtfertigt. Sprecher Robin Kiely forderte die deutschen Piloten auf, ihrer Arbeit nachzugehen. "Da wir bereits örtliche Verträge und eine verbesserte Bezahlung angeboten haben, gibt es keine Rechtfertigung für weitere Störungen", erklärte er.

Ryanair droht mit einem Stellenabbau, sollte es weitere Pilotenstreiks geben. Solche Arbeitskampfmaßnahmen würden zur Streichung von Standorten und Stellen für Piloten und Flugbegleiter führen, erklärte Ryanair.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. September 2018 um 04:58 Uhr.

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