Der Thyssenkrupp-Betriebsrat rebelliert gegen den geplanten Stellenabbau im Unternehmen. | Bildquelle: dpa

Stellenabbau bei Thyssenkrupp Betriebsrat geht auf die Barrikaden

Stand: 11.05.2019 07:08 Uhr

Solange die IG Metall etwas zu sagen habe, werde es bei Thyssenkrupp keine betriebsbedingten Kündigungen geben, so Stahlbetriebsratschef Nasikkol. Der Konzern hatte zuvor die Streichung von 6000 Stellen angekündigt.

Nach dem angekündigten Abbau von 6000 Arbeitsplätzen bei Thyssenkrupp gehen der Betriebsrat und die IG Metall auf die Barrikaden. "Wir wollen, dass betriebsbedingte Kündigungen vom Tisch sind", sagte Stahlbetriebsratschef Tekin Nasikkol in einem Interview mit Reuters TV. "Wir werden das nicht akzeptieren." Im Stahlbereich habe es noch nie betriebsbedingte Kündigungen gegeben. "Und das wird sich auch nicht ändern, solange die IG Metall hier was zu sagen hat, wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben." Dies habe er auch Personalvorstand Oliver Burkhard zu verstehen gegeben.

Burkhard hatte zuvor erklärt, angesichts der hohen Zahl könnten betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden. Von den 6000 Stellen sollen zwei Drittel in Deutschland abgebaut werden. Auf die Stahlsparte könnten mehr als 2000 der 6000 Jobs entfallen.

Thyssenkrupp: harte Sanierung statt Fusion und Aufspaltung
tagesschau 20:00 Uhr, 10.05.2019, Golineh Atai, WDR

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Fusion mit Tata Steel gescheitert

"Ich halte nichts davon von Schnellschüssen, und unter diese Kategorie würde ich das erst mal einsortieren, einsortieren wollen", sagte Stahlbetriebsratschef Nasikkol. "Was wir jetzt brauchen, ist nicht eine bloße Ankündigung von Personalabbau sondern eine Perspektive nach vorne. Und dazu fordern wir jetzt den Vorstand auf und nicht die Beschäftigten unnötig zu verunsichern."

Vorstandschef Guido Kerkhoff hatte zuvor unter dem Druck von Investoren und dem schwindenden Vertrauen des Marktes eine Kehrtwende vollzogen. Er blies das geplante Stahl-Joint-Venture mit Tata Steel mit Verweis auf den Widerstand der EU-Kommission ebenso ab wie die geplante Konzernaufspaltung. Stattdessen will er nun unter anderem die lukrative Aufszugssparte über einen Börsengang teilweise versilbern.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Mai 2019 um 20:00 Uhr.

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