"General Motors" GM | Bildquelle: dpa

Stellenabbau bei Autobauer Trump will GM Subventionen streichen

Stand: 28.11.2018 14:52 Uhr

Montag hatte der Autobauer General Motors massive Stellenstreichungen angekündigt. Die Reaktion von Präsident Trump ließ nicht lange auf sich warten: Er drohte dem Konzern mit Subventionskürzungen.

Als Reaktion auf den drastischen Sparplan von General Motors (GM) hat US-Präsident Donald Trump dem Autohersteller mit der Streichung von Subventionen gedroht. Seine Regierung prüfe derzeit, alle staatlichen Zuschüsse an GM einzustellen, darunter jene für Elektroautos, erklärte der Republikaner.

Nach Informationen des ARD-Studios Washington gibt es jedoch gar keine direkten staatlichen Hilfen an GM, die Trump streichen könnte. Lediglich die Kunden des Herstellers werden unterstützt. Käufer eines Hybrid- oder Elekroautos von GM können bis zu 7500 Dollar von der Steuer abschreiben. Der Autobauer verkaufte mittlerweile rund 200.000 Fahrzeuge dieser Kategorie.

Steuervorteile gibt es auch für Kunden von Tesla. Nach Ende des Jahres läuft die Unterstützung für Autokäufe bei beiden Herstellern ohnehin schrittweise aus.

Trump erbost über GM

GM hatte am Montag angekündigt, im kommenden Jahr 15 Prozent seiner Stellen abbauen und sieben Fabriken schließen zu wollen, davon vier in den USA. Dies bedeutet einen schweren Rückschlag für Trumps sorgsam aufgebautes Image als Motor des amerikanischen Wirtschaftswunders. Er hat sich den Erhalt von Industriearbeitsplätzen in den USA auf die Fahne geschrieben. Er sei von der GM-Entscheidung "sehr enttäuscht", erklärte er und hob hervor, dass der Konzern zwar Werke in den US-Bundesstaaten Maryland, Michigan und Ohio schließen wolle, jedoch keine in China und Mexiko. 

Trump droht mit Konsequenzen für General Motors
tagesschau 20:00 Uhr, 27.11.2018, Stefan Niemann, ARD Washington

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Der US-Präsident erinnerte daran, dass GM nach der Finanzkrise des Jahres 2008 von der Regierung des damaligen Präsidenten Barack Obama durch ein massives Rettungsprogramm vor dem Aus bewahrt worden war. "Und dies ist der Dank, den wir bekommen!" Vor Reportern sagte Trump: "Wenn sich ein bestimmtes Chevrolet-Modell nicht verkauft, dann baut einfach ein neues, das sich besser verkauft und macht damit weiter."

Kritik von Betroffenen

Kritik an Trumps Äußerungen kam umgehend aus dem am meisten betroffenen Bundesstaat Ohio. Der demokratische Kongressabgeorndete Tim Ryan sagte, Trump habe nicht einen Finger bewegt für die Arbeiter von GM. "Stattdessen geraten sie nun unter die Räder eines Konzerns, dem der Präsident zuvor enorme Steuererleichterungen verschafft hat."

Für Beobachter ist die Entscheidung des Autokonzerns für den US-Präsidenten eine bittere Schlappe - und ein schmerzhafter Realitätsschock. Denn viele meinen, dass Trump selbst eine Mitschuld trifft. Die US-Autobranche ächzt unter dem vom US-Präsidenten angezettelten Zollstreit mit Handelspartnern wie der EU oder China. "Die Zölle auf die Metalle haben uns etwa eine Milliarde Dollar Gewinn genommen", sagte beispielsweise Ford-Chef Jim Hackett Ende September.

Mehr SUVs, weniger Kleinwagen

GM hatte die radikalen Umstrukturierungs- und Sparpläne mit den "sich wandelnden Marktbedingungen" begründet - allerdings auch "gestiegene Materialkosten" angeführt. Schwerpunktmäßig will sich GM künftig auf die Produktion der in den USA überaus beliebten geländegängigen Limousinen (SUVs) und Kleinlaster mit offener Ladefläche (Pickups) konzentrieren. Auch will der Konzern die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen und Elektroautos vorantreiben. Die Produktion herkömmlicher Pkw von kleiner und mittlerer Größe will das Unternehmen hingegen weiter zurückfahren.

Mit Informationen von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Trump will Subventionen für GM streichen
Torsten Teichmann, ARD Washington
28.11.2018 07:17 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. November 2018 um 20:00 Uhr.

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