Fragen und Antworten

BMW-Ausbildungszentrum im mexikanischen San Luis Potosi | Bildquelle: dpa

Sonderabgaben für Mexiko Trumps Zölle könnten US-Autobauer treffen

Stand: 31.05.2019 16:00 Uhr

Hohe Strafzölle gegen Mexiko - damit will US-Präsident Trump die illegale Migration eindämmen. Doch Zölle würden auch den Autoherstellern zusetzen - vor allem den US-Konzernen. Antworten auf wichtige Fragen.

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US-Präsident Donald Trump will mit Strafzöllen die Migration durch Mexiko stoppen. Er kündigte an, vom 10. Juni an würden Zölle in Höhe von fünf Prozent auf sämtliche Einfuhren aus Mexiko erhoben. Trump will bis zu 25 Prozent Strafzölle erheben, sollte Mexiko nicht wirksame Maßnahmen gegen die illegale Migration ergreifen. Der Schritt dürfte auch die Autohersteller treffen.

Wie wichtig ist die mexikanische Autoindustrie?

Das Land hat einen klaren Kostenvorteil in Nordamerika: Die Arbeiter sind ähnlich qualifiziert wie in den USA, verdienen aber nur ein Viertel der Löhne. Mexiko ist nach Zahlen der Welthandelsorganisation (WTO) bereits der viertgrößte Autoexporteur der Welt hinter Deutschland, Japan und den USA. Etwa 70 Prozent der Fahrzeuge gehen laut mexikanischem Wirtschaftsministerium in die USA.

Praktisch alle großen Hersteller sind in Mexiko vertreten. Die US-Autokonzerne Ford und General Motors sowie der US-italienische Autobauer Fiat Chrysler lassen dort produzieren. Auch für asiatische Hersteller wie Toyota, Nissan und Honda ist Mexiko attraktiv. Deutsche Konzerne sind ebenfalls dort: Volkswagen und BMW. Viele der in Mexiko zusammengeschraubten Teile stammen aber aus den USA oder Kanada.

Trump droht Mexiko mit Strafzöllen
tagesschau 20:00 Uhr, 31.05.2019, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Wie stark wären die deutschen Hersteller betroffen?

VW lieferte im vergangenen Jahr 638.300 in den USA aus. Rund die Hälfte davon wurden in Mexiko produziert. Bei BMW lief gerade die Produktion der 3er-Serie im neuen mexikanischen Werk in San Luis Potosí an. Bei teuren Autos können die Hersteller die gestiegenen Kosten vermutlich noch an die Kunden weiterreichen, bei günstigeren Fahrzeugen ist das wegen des Wettbewerbs deutlich schwieriger.

Problematisch ist die Entwicklung aber vor allem für die US-Hersteller Fiat Chrysler und General Motors (GM), glaubt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. "Bei GM sprechen wir von mehr als 830.000 Fahrzeugen, die überwiegend in die USA exportiert werden", sagte Dudenhöffer der Nachrichtenagentur AFP. Fiat Chrysler produzierte vergangenes Jahr in Mexiko 639.000 Fahrzeuge.

Was passiert mit dem neuen Freihandelsabkommen USMCA?

Trump brachte gestern die Ratifizierung des neuen Handelsabkommens mit Kanada und Mexiko auf den Weg - kurz bevor er neue Strafzölle ankündigte. USMCA sieht unter anderem strengere Herkunftsregeln für Autoteile vor, damit auf die fertigen Autos keine Zölle erhoben werden. Ob die neuen Regeln nun kommen oder es Einschränkungen beim Handel gibt, ist noch nicht absehbar.

Mit Informationen von AFP

Über dieses Thema berichtete am 31. Mai 2019 Deutschlandfunk um 08:35 Uhr in der Sendung "Wirtschaftsgespräch" und die tagesschau um 16:00 Uhr.

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