Uber-Zeichen am Flughafen | Bildquelle: dpa

Geplanter Börsengang Uber-Aktien für 44 bis 50 Dollar

Stand: 26.04.2019 15:13 Uhr

Der umstrittene Fahrdienstleister Uber hat Details für seinen im Mai geplanten Börsengang genannt. Demnach sollen die Aktien bis zu 50 Dollar pro Stück kosten und dem Konzern etwa neun Milliarden Dollar einbringen.

Bei einem der weltweit größten Börsengänge seit Jahren strebt der Fahrdienstvermittler Uber an, rund neun Milliarden Dollar einzusammeln. Für den lang erwarteten Schritt an die Börse gab das US-Unternehmen eine Preisspanne zwischen 44 und 50 Dollar pro Aktie an. Etwa 180 Millionen Anteilsscheine sollen bei Anlegern platziert werden. Das Börsendebüt in New York wird Anfang Mai erwartet.

Der Konzern strebt eine Gesamtbewertung von bis zu 90 Milliarden Dollar an. Zwischenzeitlich hatten Banken Uber laut US-Medien bereits eine Gesamtbewertung von bis zu 120 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Börsengang Anfang Mai erwartet

Doch auch die jetzt festgelegte Dimension ist enorm: Es wäre der größte Börsengang seit 2014, als der chinesische Amazon-Rivale Alibaba 25 Milliarden Dollar einsammelte. Vor einigen Wochen war der Uber-Rivale Lyft an die Börse gegangen, der bislang nur in den USA und Kanada aktiv ist. Bei Lyft folgte bald Ernüchterung: Die Aktie verlor seit dem Börsengang Ende März mehr als ein Fünftel ihre Werts. Lyft hatte seine Aktien für bis zu 72 Dollar pro Stück platziert, was zu einer Unternehmensbewertung von 24 Milliarden Dollar führte. Am ersten Handelstag schossen die Papiere dann bis auf 88,60 Dollar in die Höhe, inzwischen kosten sie aber nur noch rund 56 Dollar. Das sorgt nun offenbar auch dafür, dass die potenziellen Uber-Anleger vorsichtiger sind.

Uber gab zudem bekannt, dass der Bezahldienst Paypal durch eine Privatplatzierung mit 500 Millionen Dollar als Investor einsteigen wird. Die Firmen wollten zudem Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei Zahlungsdienstleistungen prüfen.

Rote Zahlen

Uber macht operativ Verlust, lockt Anleger jedoch mit starkem Wachstum. 2018 stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 42 Prozent auf elf Milliarden Dollar. Uber wies zwar einen Nettogewinn von knapp einer Milliarde Dollar aus, der ergab sich jedoch aus einem Sondererlös durch den Verkauf von Teilen des internationalen Geschäfts im ersten Quartal 2018. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel ein Minus von 1,85 Milliarden Dollar an, nach 2,2 Milliarden im Jahr davor.

Bisher verdient Uber vor allem an den Vermittlungsgebühren, die fällig werden, wenn ein Fahrer einen neuen Auftrag über die Online-Plattform erhält. Allerdings investiert das Unternehmen auch stark in neue Geschäftsfelder wie autonomes Fahren, die Auslieferung von Essen, Elektro-Fahrräder und -Scooter sowie Frachtangebote.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. April 2019 um 17:23 Uhr.

Darstellung: