Logo einer UBS-Filiale  | Bildquelle: AFP

Urteil gegen Großbank Milliardenstrafe für UBS

Stand: 20.02.2019 14:32 Uhr

Die Schweizer Großbank UBS ist in Paris wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu einer Geldstrafe von 3,7 Milliarden Euro verurteilt worden. Es ist die bisher größte wegen Steuerbetrugs verhängte Strafe in Frankreich.

Die Schweizer Großbank muss wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche 3,7 Milliarden. Euro zahlen. Das urteilte ein Gericht in Paris. Damit folgten die Richter dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft.

Die französische Filiale der UBS muss wegen Komplizentum weitere 15 Millionen Euro zahlen. Dem französischen Staat als Zivilkläger sprach das Gericht zudem 800.000 Euro an Entschädigung zu.

Bisher größte Strafe wegen Steuerbetrug

Es ist die bisher größte wegen Steuerbetrugs verhängte Strafe in Frankreich. Die nationale Finanz-Staatsanwaltschaft hatte eine "außergewöhnliche Schwere" der Schuld festgestellt, der das Gericht gefolgt war.

Die UBS soll demnach in den Jahren 2004 bis 2012 aggressiv bei wohlhabenden französischen Kunden darum geworben haben, ihr Geld mit Hilfe von Trusts, Stiftungen oder Offshore-Gesellschaften vor dem Fiskus zu verstecken. Die Bank hatte die Vorwürfe bestritten.

Das Urteil ist eine erste wichtige Richtungsentscheidung in dem Rechtsfall. Experten gehen jedoch davon aus, dass die unterlegene Seite den Streit vor die nächste Instanz bringen will. Dieser könnte sich damit noch Jahre hinziehen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 20. Februar 2019 um 14:15 Uhr.

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