Gestrandete Fluggäste der Fluggesellschaft Eurowings stehen in einer Schlange eines Serviceschalters am Flughafen Düsseldorf. | Bildquelle: dpa

Lufthansa-Konzerntöchter UFO verlängert Warnstreik bis Mitternacht

Stand: 20.10.2019 10:12 Uhr

Noch bis Mitternacht wollen die Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter SunExpress, Cityline, Eurowings und Germanwings ihre Arbeit ruhen lassen. Wegen des Warnstreiks, zu dem die Gewerkschaft UFO aufgerufen hatte, fielen etliche Flüge aus.

Bei den Lufthansa-Tochterfirmen SunExpress, Cityline, Eurowings und Germanwings hat am Morgen ein Warnstreik der Flugbegleiter begonnen. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft UFO einen sechsstündigen Ausstand zwischen 5 Uhr und 11 Uhr angekündigt. Am frühen Morgen teilte UFO-Vizechef Daniel Flohr jedoch mit, dass die Arbeitsniederlegungen des Kabinenpersonals bis Mitternacht verlängert werden.

Gewerkschaft UFO verlängert Warnstreiks
tagesschau 20:00 Uhr, 20.10.2019, Friederike Hofmann, WDR

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Hunderte Verbindungen betroffen

Es geht um Hunderte Verbindungen an Flughäfen wie Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin und Hamburg. Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt am Main meldete inzwischen einige Flugausfälle. Besonders betroffen ist den Angaben zufolge die Lufthansa-Tochter Cityline.

Hamburg meldete einige Flugausfälle, darunter Verbindungen nach Neapel, Salzburg und Köln/Bonn. Am Flughafen Düsseldorf seien einige Verbindungen der Airline Eurowings gestrichen worden, sagte ein Sprecher des Flughafens. "Da wird sicherlich noch einiges dazukommen." 240 Eurowings-Flüge sind über den Tag in Düsseldorf geplant. Auch am Flughafen Köln-Bonn fielen bereits einige Verbindungen aus, wie ein Sprecher mitteilte. Es sei aber ruhig, weil sich die Passagiere rechtzeitig informiert hätten. Auch in Stuttgart wurden Flüge annulliert.

Streik auch bei Lufthansa-Kernmarke möglich

Die Warnstreiks bei den Lufthansa-Töchtern waren erst am Freitagnachmittag angekündigt worden. Wenig später hatte UFO die schon seit Montag angekündigten Ausstände bei der Konzernmutter Lufthansa wieder abgeblasen. Der Konzern hatte sich kurzfristig bereit erklärt, 2,0 Prozent mehr Gehalt zu zahlen - gefordert hatte UFO nur 1,8 Prozent.

Unmittelbar danach schob UFO weitere Tarifforderungen nach, die Lufthansa in einem Brief umgehend ablehnte. Die Arbeitgeberseite betonte darin zudem, dass die Erhöhung von 2,0 Prozent keine Erfüllung der Tarifforderung, sondern freiwillig sei. Darauf reagierte UFO am Samstag mit einer erneuten Drohung, auch die Muttergesellschaft wieder zu bestreiken. Kunden der Lufthansa-Kernmarke müssen deshalb weiter mit einem Arbeitskampf rechnen.

UFO hat seine Mitglieder in sämtlichen Lufthansa-Fluggesellschaften zu Urabstimmungen über unbefristete Streiks aufgerufen, die bis zum 1. November laufen sollen. Für sämtliche Betriebe gibt es unterschiedliche Forderungen.

Hinter dem Arbeitskampf steht ein tiefes Zerwürfnis zwischen UFO und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den UFO-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen.

Gewerkschaft UFO: Warnstreik der Flugbegleiter beginnt
Gaby Beck, HR
20.10.2019 07:21 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 20. Oktober 2019 um 09:00 Uhr.

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