Containerhafen | Bildquelle: imago/Rüdiger Wölk

US-Handelsstreit mit China Die Zeichen stehen auf Verhandlungen

Stand: 05.04.2018 10:45 Uhr

Im drohenden Handelskrieg zwischen den USA und China haben sich die erhitzten Gemüter offenbar etwas beruhigt: Vor allem Washington zeigte sich verhandlungsbereit. Es steht wohl zu viel auf dem Spiel.

Innerhalb weniger Stunden hatte sich gestern der Handelsstreit zwischen den USA und China verschärft: Erst kündigte Washington Zölle auf chinesische Produkte an, kurz darauf folgte der Gegenschlag aus Peking mit Zöllen auf US-Autos, -Flugzeuge und -Sojabohnen. Inzwischen ist der Ton allerdings wieder etwas gemäßigter geworden.

So sagte der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, dem Wirtschaftssender Fox Business Network, dass die angekündigten Zölle der USA und Chinas nur erste Vorschläge seien, als "Teil der Taktik". Wörtlich sagte er: "Ich bezweifle, dass es in den kommenden Monaten konkrete Schritte gibt." Trump sei ein Anhänger des freien Handels und wolle das Problem so schmerzlos wie möglich lösen.

Auch Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders hatte am Abend von Monaten gesprochen, die es dauern könnte, bis die Abgaben tatsächlich erlassen würden. Zunächst solle es weitere Gespräche geben.

Auch Peking gesprächsbereit

Peking hält die Tür für Verhandlungen ebenfalls offen. Gespräche seien weiterhin der bevorzugte Weg für die Regierung in Peking, "aber dazu gehören immer zwei", sagte der chinesische Botschafter in den USA, Cui Tiankai, nach einem Treffen mit dem amtierenden US-Außenminister John Sullivan. "Wir werden sehen, was die USA machen."

Die US-Regierung will mit den angekündigten Zöllen in Höhe von 25 Prozent 1300 chinesische Produkte ins Visier nehmen - aus den Bereichen Industrie, Technologie oder Verkehr. China würde mit seinen geplanten Abgaben neben der Auto-, Chemie- und Flugzeugindustrie auch den ländlichen Raum in den USA treffen, wo Trump besonders beliebt ist. Neben Sojabohnen zielt Peking auch auf andere Agrarprodukte wie Mais, Weizen und Baumwolle ab.

Handelsstreit zwischen China und den USA
Morgenmagazin, 05.04.2018, Daniel Satra, ARD Peking

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China sieht sich im "Kriegsfall" als Sieger

Für den Fall, dass es doch zum Handelskrieg kommen sollten, zeigte sich China schon einmal siegessicher. In einem Kommentar des Parteiorgans "Volkszeitung" (Renmin Ribao) hieß es am Donnerstag: "Die US-Wirtschaft wird einen schweren Schlag hinnehmen müssen, wenn sie den weltgrößten Verbrauchermarkt in China verliert." Das schnelle Wachstum habe die Balance zunehmend zugunsten eines chinesischen Sieges verschoben, hieß es weiter.

Als Reaktion auf die Ankündigung Pekings mussten an den US-Börsen Aktien etlicher Unternehmen aus den entsprechenden Branchen deutliche Kurseinbußen einstecken - zumindest zeitweise. Führende US-Konzerne reagierten prompt und appellierten an beide Regierungen.

Washington und Peking sollten sich in einem konstruktiven Dialog engagieren und eine nachhaltige Handelspolitik verfolgen, teilte der größte US-Autobauer General Motors mit. Auch Ford rief zur Zusammenarbeit auf. Der Flugzeugbauer Boeing zeigte sich zuversichtlich, dass die angekündigten "drastischen Maßnahmen" nicht umgesetzt würden.

Bundesregierung setzt auf Gesprächskanäle

Auch die Bundesregierung setzt auf Verhandlungen. Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig sagte, er hoffe, "dass die Gesprächskanäle jetzt genutzt werden". Sonst drohe Schaden für alle Beteiligten. Daran sollte niemand ein Interesse haben. Das gelte auch in Hinblick auf die Auseinandersetzung der Europäer mit der US-Regierung über deren Zölle beim Stahl- und Aluminium, von denen die EU bislang nur befristet ausgenommen ist.

Im Streit zwischen den USA und China gibt es dem US-Regierungsberater Kudlow zufolge bereits Verhandlungen über inoffizielle Kanäle. Man sollte nicht überreagieren, es sei die frühe Phase eines Prozesses. Am Ende des Regenbogens stehe ein Topf voll Gold, sagte Kudlow.

Deutschland und der Handelsstreit zwischen den USA und China
Morgenmagazin, 05.04.2018, Kerstin Dausend, ARD Berlin

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. April 2018 um 11:00 Uhr.

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