
Standorte in Deutschland Zehn Jahre keine Kündigungen bei VW
Stand: 05.06.2019 12:32 Uhr
Volkswagen fährt auf Sparkurs und will Tausende Stellen abbauen. An den deutschen Standorten seien aber Kündigungen bis 2029 ausgeschlossen, kündigte der Betriebsrat an.
Volkswagen verlängert die Beschäftigungssicherung für die Kernmarke VW Pkw an allen deutschen Standorten bis 2029. Damit seien betriebsbedingte Kündigungen in den nächsten zehn Jahren ausgeschlossen, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh. "Hier bei Volkswagen muss keiner Angst um seinen Arbeitsplatz haben."
Dies war eine zentrale Bedingung der Arbeitnehmervertretung für den digitalen Umbau des Unternehmens. Im Zuge des Sparkurses bei VW sollen bis zu 4000 Stellen vor allem in der Verwaltung wegfallen. Sie werden beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt.
Der Abbau der Stellen solle "so sozialverträglich wie möglich" umgesetzt werden, kündigte der Konzern an. Bis Ende des Jahres soll feststehen, um welche Mitarbeiter es geht. Für die Jahrgänge 1962 bis 1964 soll es Angebote zur Altersteilzeit geben.
Neue Jobs bei der Digitalisierung
In der technischen Entwicklung will VW allerdings nicht an neuen Jobs sparen, sondern eher aufbauen. 2000 Stellen sollen dort entstehen, wo es um Software und Elektronik geht. In den kommenden Jahren sollen rund vier Milliarden Euro in die Digitalisierung von Verwaltung und Produktion fließen, teilte der Autobauer mit. Damit wolle VW schneller, schlanker und wettbewerbsfähiger werden, sagte der operative Markenchef Ralf Brandstätter. Digitalisierung sei auch für die Umstellung auf Elektrofahrzeuge wichtig.
Die gesamte Autoindustrie muss sich für die Trends zu Elektromobilität, Mobilitätsdiensten und neue digitale Dienste grundlegend wandeln. Das gehe mit hohen Investitionen, Sparprogrammen und einem Umbau der Beschäftigung auch bei Daimler oder BMW einher.
VW verlängert Beschäftigungsgarantie bis 2029
nachtmagazin 00:00 Uhr, 06.06.2019, Jörg Ihßen, NDR
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