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Standort Osnabrück gesichert Volkswagen steigt bei Karmann ein

Stand: 20.11.2009 19:38 Uhr

Volkswagen übernimmt große Teile des insolventen Karosseriebauers Karmann. Wie der Konzern mitteilte, wird auf dem Firmengelände von Karmann in Osnabrück ab 2011 eine Volkswagen-Tochtergesellschaft eine Fahrzeugproduktion aufnehmen. Dazu werden Maschinen, Anlagen und Grundstücke von Karmann gekauft.

Bis 2014 sollen über 1000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Wie die IG Metall mitteilte, verdienen die neuen Mitarbeiter in Osnabrück zunächst weniger Geld als andere VW-Arbeiter. Es gelte grundsätzlich der Flächentarifvertrag. Für den Zeitraum bis Ende 2014 werde ein Ergänzungstarifvertrag abgeschlossen, mit dem die Beschäftigten auf Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten. Ab 2015 gilt der Flächentarifvertrag ohne Abstriche, wie die IG Metall erklärte.

Das Karmann-Werk in Osnabrück
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Das Karmann-Werk in Osnabrück: Volkswagen wird hier eine Fahrzeugproduktion aufnehmen.

Zuvor hatte der Aufsichtsrat des Volkswagenkonzerns einen weiteren wichtigen Schritt zum Zusammenschluss mit Porsche gemacht: Das Gremium stimmte den Durchführungsverträgen zu der beschlossenen Grundlagenvereinbarung zu, wie der Konzern mitteilte.

Verträge über die letzten Etappen

In den Verträgen werden die organisatorischen, strukturellen und rechtlichen Einzelheiten der Fusion geregelt. Auch die letzten Etappen bis zum Abschluss der Verschmelzung von VW und Porsche im Jahr 2011 werden darin festgelegt. Dazu will VW zunächst bis Ende 2009 mit 49,9 Prozent beim Sportwagengeschäft von Porsche einsteigen. Am 3. Dezember will Volkswagen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung über die Ausgabe neuer Vorzugsaktien auf den Weg bringen, um die Milliarden für den Porsche-Einstieg aufzubringen.

Zehn Marken unter einem Dach

Unter dem Dach des neuen Autoriesen VW stehen mit Porsche zehn Marken nebeneinander:

  • Porsche
  • Volkswagen
  • Audi
  • Bentley
  • Bugatti
  • Lamborghini
  • Scania
  • Seat
  • Skoda
  • VW-Nutzfahrzeuge

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