Beschäftigte des öffentlichen Dienstes laufen bei einer Kundgebung mit einem Transparent "Wir sind es wert" | Bildquelle: dpa

Vor Verhandlungsrunde Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst

Stand: 25.02.2019 11:24 Uhr

Geschlossene Behörden, lange Wartezeiten, Kliniken im Notbetrieb: Kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben flächendeckende Warnstreiks begonnen.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Bundesländer haben in mehreren Bundesländern flächendeckende Warnstreiks begonnen. Drei Tage vor Beginn einer weiteren Verhandlungsrunde in Potsdam legten vor allem Beschäftigte in Norddeutschland die Arbeit nieder. Betroffen waren zahlreiche Behörden in Hamburg sowie die Landesverwaltung in Schleswig-Holstein.

Warnstreiks als Druckmittel - auch für mehr Gerechtigkeit und Anerkennung
tagesschau 14:00 Uhr, 25.02.2019, Anna Mundt, NDR

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In Nordrhein-Westfalen beteiligten sich Mitarbeiter der Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen und Köln an den Ausständen. Auch in Baden-Württemberg und Thüringen riefen die Gewerkschaften Landesbedienstete dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen. In den kommenden Tagen soll die Warnstreikwelle durch verschiedene Bundesländer rollen, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Morgen soll der Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin liegen.

Arbeitgeber legten noch kein Angebot vor

Die bisherigen beiden Verhandlungsrunden des aktuellen Tarifkonflikts endeten ergebnislos. Die Gewerkschaften ver.di und der Beamtenbund dbb fordern sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat für die 800.000 direkt betroffenen Angestellten der Länder. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, der sämtliche Bundesländer außer Hessen angehören, legte in den bisherigen Verhandlungen kein Angebot vor. Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Verhandlungsdelegationen beider Seiten erneut in Potsdam.

Verdi-Chef Frank Bsirske hält eine weitere Zuspitzung des Konflikts für möglich. "Ich schließe im Moment auch eine Eskalation nicht aus", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Montag. Eine schnelle Einigung sei nicht in Sicht. Beide Seiten lägen noch weit auseinander. "Die Länder haben in ihren Haushalten zuletzt Milliarden-Überschüsse gemacht. Das Geld für eine gute Einigung wäre da", sagte Bsirske.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 25. Februar 2019 um 07:45 Uhr in den Nachrichten.

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