Fragen und Antworten

Logos von Facebook und WhatsApp | Bildquelle: dpa

WhatsApp Facebook bekommt die Handynummer

Stand: 25.08.2016 16:02 Uhr

Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp will künftig einige Daten mit seinem Mutterkonzern Facebook teilen. Dazu gehört die Handynummer der WhatsApp-Nutzer.

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Der Kurznachrichtendienst WhatsApp wird nach eigenen Angaben die Telefonnummern seiner Nutzer an das soziale Netzwerk Facebook weitergeben. Die User könnten dadurch bei Facebook mehr auf sie zugeschnittene Werbung bekommen. Für WhatsApp ist das ein erheblicher Schritt. Immerhin hatte der Kurznachrichtendienst bei seiner Übernahme durch Facebook vor zwei Jahren versprochen, die Daten seiner rund eine Milliarden Nutzer zu schützen. Diese sollen vorab jedoch eine Möglichkeit bekommen, den Datenaustausch nicht mitmachen zu müssen.

Auf welche Informationen von WhatsApp-Nutzern wird Facebook künftig zugreifen können?

Neben der Handynummer soll Facebook auch Informationen darüber bekommen, wann ein User bei WhatsApp aktiv war.

Was will Facebook mit diesen Informationen?

Es heißt, damit solle die Werbung bei Facebook besser personalisiert werden. Zum anderen solle innerhalb der Facebook-Gruppe auch ein Dienst wie die Fotoplattform Instagram die WhatsApp-Daten nutzen können, um zum Beispiel Nutzer zum Folgen vorzuschlagen.

WhatsApp selbst bleibt aber werbefrei?

Ja, daran soll sich nichts ändern, wie Gründer Jan Koum schon mehrfach zugesichert hatte.

Bekommt Facebook auch Zugriff auf den Inhalt der Kurzmitteilungen?

Nein, versichert WhatsApp. Die Inhalte seien seit Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Frühjahr nur für die beteiligten Nutzer selbst sichtbar, also noch nicht einmal für WhatsApp.

Was ist mit anderen Daten wie Profilnamen?

WhatsApp erklärt, man habe "im Moment" nicht vor, sogenannte optionale Account-Informationen wie zum Beispiel Profilnamen und Profilfotos mit Facebook zu teilen.

Müssen User dieser Änderung der Nutzungsbedingungen zwangsläufig zustimmen, um WhatsApp weiter nutzen zu können?

Wer am 25. August bereits bestehender WhatsApp-Nutzer war, könne Facebook verbieten, die Profilinformationen zur Personalisierung der Werbung und Freunde-Vorschläge einzusetzen, heißt es. Die Telefonnummer und Daten zur Nutzung würden aber in jedem Fall mit Facebook geteilt.

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